vergrößernverkleinern
Rio 2016 Olympic Village Tour
Auf den ersten Blick sieht es im Olympischen Dorf alles gut aus. Im australischen Block ist es das offenbar nicht © Getty Images

Die australische Delegation verweigert den Einzug in das Olympische Dorf von Rio. Die Teamchefin beklagt massive Mängel und übt Druck auf Organisatoren und IOC aus.

Das Olympische Dorf in Rio de Janeiro ist eröffnet – und schon gibt es erste Probleme.

Die australische Delegation verweigerte den Einzug in den zur Verfügung gestellten Wohnblock, weil ihnen der Zustand der Unterkunft Sorgen bereitete.

Australiens Teamchef Kitty Chiller beklagte unter anderem "verstopfte Toiletten, undichte Rohre und entblößte Kabel." Sie habe sich bereits bei den Organisatoren wie auch bei Internationalen Olympischen Komitee beschwert und dränge "vehement auf eine Lösung."

Bisher befindet sich nur der Mitarbeiterstab des Teams in Rio, dieser sei vorerst in nahegelegenen Hotels untergebracht. Die ersten Athleten werden jedoch schon am Montag erwartet.

In einem Statement ließ Chiller verkünden, dass kein Mitglied der australischen Olympia-Mannschaft in die angedachten Wohnungen einziehen werde. 

Mangelhafte Unterkünfte und 17.950 Sportler

Laut dem brasilianischen Fernsehsender Globo beklagten die Delegationen Neuseelands und Großbritanniens ähnliche Mängel.

Die deutschen Slalom-Kanuten und die Wasserspringer hatten geplant, am Montag als erste Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) das "Vila dos Atletas" zu beziehen.

Das olympische Dorf hatte am Sonntag offiziell seine Pforten geöffnet. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Grundstück stehen 31 Wohntürme mit je 17 Stockwerken.

In den 3604 Appartments sollen in den kommenden vier Wochen insgesamt 17.950 Sportler und Teammitglieder wohnen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel