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Dick Pound meint, dass das IOC sehr zurückhaltend sei bezüglich eines Russland-Ausschlusses © Getty Images

IOC-Mitglied Dick Pound erklärt, dass das IOC sehr vorsichtig sei bezüglich eines Russland-Ausschlusses bei den Olympischen Spielen. Man wolle nichts übersehen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist sehr zurückhaltend bezüglich eines Komplett-Ausschlusses Russlands von den Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August). Dieser Meinung ist IOC-Mitglied und Ex-WADA-Chef Dick Pound.

"Wenn du so etwas Dramatisches machst und ein ganzes Team suspendierst, dann willst du sicher sein, dass du im Vorfeld nicht irgendetwas übersehen hast, was dich später zu Fall bringen könnte", sagte Pound der BBC.

Nicht in Entscheidung eingebunden

Pound gehört nicht dem Exekutive-Komitee des IOC an und ist deshalb nicht in alle Entscheidungen eingebunden.

"Beim Lesen zwischen den Zeilen habe ich den Eindruck, dass das IOC aus irgendwelchen Gründen sehr zurückhaltend ist, wenn es darum geht, über einen Ausschluss Russlands nachzudenken."

Am Mittwoch gab das IOC bekannt, dass mit einer Entscheidung über den Ausschluss Russlands bis zum 26. Juli zu rechnen sei.

Der am Montag veröffentlichte McLaren-Bericht hatte bestätigt, dass im größten Land der Erde in den letzten Jahren ein vom Staat gelenktes Doping-System existiert hat. Aus diesem Grund wird der Komplett-Ausschluss in Betracht gezogen.

Pound meinte auch, dass ein Olympia-Ausschluss Russland klarmachen würde, dass der Rest der Welt nicht mehr mit ihnen spielen wolle und dass es dann an Russland liege zu zeigen, "dass sie sich geändert haben".

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