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Kevin Durant wird ab der kommenden Saison bei den Golden State Warriors spielen © Gettyimages/istock / Grafik: Eugen Zimmermann

München - Nach den Buhrufen in Los Angeles ist die Vorfreude bei Kevin Durant auf den nächsten US-Test vor Olympia gegen China ungleich größer. Es geht in seine neue Heimat.

Die Vorfreude auf dieses Spiel ist ihm vor allem anzuhören.

"Ich kann es kaum erwarten", diktierte Kevin Durant vor dem nächsten Testspiel der amerikanischen Olympia-Basketballer den Reportern in die Mikrofone.

Und falls es irgendjemanden geben würde, der es beim ersten Mal nicht mitbekommen hatte, wiederholte er es noch einmal: "Ich kann es kaum erwarten."

Dass das Dream Team der NBA-Stars am Dienstag noch einmal gegen China spielt, ist nicht der Grund. Es ist die Spielstätte, die den Small Forward so ungeduldig auf die Partie hinfiebern lässt.

Erstmals in der neuen Arena

Denn es wird das erste Mal sein, dass er als Golden State Warrior die Oracle Arena in Oakland betritt. Wenn auch noch nicht im gelben Klub-Shirt, sondern im Trikot mit der Aufschrift "USA".

Heftig ist in Nordamerika sein Wechsel im Sommer von den Oklahoma City Thunder zum Team aus Kalifornien diskutiert worden.

So heftig, dass er zuletzt am Sonntag in Los Angeles beim ersten Test gegen China (106:57) bei der Vorstellung der Mannschaften unüberhörbar ausgebuht wurde - als Teil des Gastgebers.

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Zuvor hatten sich einige NBA-Spieler und viele Fans sehr negativ über den Wechsel geäußert und Durant als Mitläufer oder Verräter verunglimpft.

Vorgeschmack auf nächste Saison

Bei so viel Abneigung im "neutralen" Staples Center von L.A. will man sich lieber nicht vorstellen, was losgewesen wäre, wenn das Testspiel in Oklahoma City stattgefunden hätte.

Auf der anderen Seite ist es nach der Erfahrung aus Los Angeles nur allzu verständlich, dass sich KD wie ein kleines Kind darauf freut, in seiner neuen Heimat zu spielen.

Zumal er dort schon einmal einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen wird, wie es ist, mit seinen neuen Warriors-Teamkollegen im Oracle zu zaubern.

Schließlich gehören der Truppe von Coach Mike Krzyzewski auch Klay Thompson und Draymond Green an.

Curry verzichtet auf Rio

Nur auf Stephen Curry müssen sie verzichten, der MVP der beiden vergangenen Spielzeiten hat seine Teilnahme an den Olympischen Spielen abgesagt.

Das aber kann Durant verschmerzen. "Ich bin schon ganz aufgeregt, das erste Mal als Spieler der Warriors in Oakland auflaufen zu dürfen", betonte der Olympiasieger von 2012.

Er wisse noch nicht genau, was ihn in Oakland erwarte, sagte Durant: "Ich werde da einfach rausgehen und mich ganz normal verhalten. Mal sehen, was dann passiert."

Buhrufe werden den Zuschauern dort sicherlich nicht über die Lippen kommen.

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