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Andrea Gotzmann ist seit 2011 Vorstandsvorsitzende der NADA
Andrea Gotzmann ist die Vorstandsvorsitzende der NADA © Getty Images

Nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports plädiert die NADA für den kompletten Ausschuss Russlands in Rio. Die Ergebnisse des Reports seien "erschütternd".

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports zum jahrelangen systematischen Doping im russischen Sport am Montag unmissverständlich den Ausschluss Russlands von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) gefordert.

"Der McLaren-Report lässt nur einen Schluss zu: Die NADA fordert das Internationale Olympische Komitee auf, dafür zu sorgen, dass russische Sportlerinnen und Sportler nicht zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zugelassen werden", sagte die NADA-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann.

Jede Person und jede Institution, die die Anti-Doping-Regeln der WADA missachte, "muss mit einschneidenden Konsequenzen rechnen, sonst machen international vereinbarte Regelwerke keinen Sinn", erklärte Gotzmann.

Die Fakten des Berichts, die das staatlich gelenkte Betrugssystem in Russland mindestens zwischen Ende 2011 und August 2015 bestätigen, seien "erschütternd. Das Anti-Doping-System wurde in betrügerischer Absicht massiv unterlaufen", sagte Gotzmann. So hart ein Ausschluss auch sei, es gehe um die fundamentalen Werte und letztendlich um die Glaubwürdigkeit des Sports insgesamt.

"Der Schutz der ehrlich agierenden Athletinnen und Athleten muss oberste Priorität haben, sonst werden alle Anstrengungen hierzu ad absurdum geführt", erklärte die NADA-Chefin.

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