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Viele deutsche Olympia-Starter müssen auf Komfort verzichten
Viele deutsche Olympia-Starter müssen auf Komfort verzichten © Getty Images

Der Großteil der deutschen Olympia-Teilnehmer muss in der Economy Class nach Rio reisen. Ein Upgrade muss meist aus eigener Hand bezahlt werden.

In der Economy-Class nach Rio.

Wer jetzt an die Fans denkt, liegt falsch. Es geht um die 451 Athleten, die für Deutschland bei Olympia starten. Zumindest um einen Großteil.

Die Sportler müssten beim Zwölf-Stunden-Flug also auf eine Menge Komfort verzichten. Klar, dass dieses Vorhaben Unverständnis hervorruft. Denn die Athleten, die in die Business Class wollen - beispielweise aufgrund der eigenen Größe oder des Gewichts - müssten dieses Upgrade selbst bezahlen.

Ein Paar Verbände beantragten beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Kostenübernahme für die besseren Tickets. Der Leichtathletik-Verband erhielt ein Kontingent, andere hatten weniger Glück.

Die deutschen Mitfavoritinnen im Beachvolleyball, Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, können nur dank eines Sponsors in die Business-Klasse einsteigen. "Durch die zu engen Sitze wird die Blut-Zirkulation für lange Zeit abgeschnürt. Nach so einem langen Flug braucht man daher eine längere Zeit zur Regeneration", sagte Ludwig der Bild.

Auch Kanute Sebastian Brendel, der 3.000 Euro für die Verbesserung übernahm, hofft noch auf einen Sponsor. "Ich wundere mich schon, dass es solche Unterschiede gibt", so der Olympiasieger.

Bei den Leichtathleten gibt es allerdings auch Kriterien für die Sitzplatzauswahl. Neben Größe und Gewicht ist die Erfolgsaussicht entscheidend. Deswegen darf offenbar Robert Harting in die Business-Klasse, Shootingstar Max Heß muss dagegen mit der Economy Class Vorlieb nehmen.

Man stelle sich vor, die Fußball-Nationalmannschaft würde in der Economy-Klasse zu einem Turnier reisen (müssen)...

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