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Auf den Straßen Brasiliens sucht man häufig vergeblich nach Olympia-Stimmung © Getty Images

In ganz Brasilien gehen Menschen auf die Straße, um gegen die politische Führung und Korruption zu demonstrieren. Adressaten der Proteste sind auch die Olympia-Gäste.

Die landesweite Stimmung in Brasilien bleibt auch wenige Tage vor dem Start der Olympischen Spiele angespannt.

Am Sonntag demonstrierten Tausende bei Kundgebungen in elf Bundesländern sowie der Hauptstadt Brasília gegen die politische Führung und Korruption. In Rio de Janeiro sorgte der Protestzug mit rund 1500 Personen an der Copacabana für mediales Aufsehen.

Bei der friedlich verlaufenen Kundgebung auf der Avenida Atlântica sprachen die Demonstranten mit Plakaten in englischer Sprache gezielt die internationalen Olympiagäste an.

Zielscheibe des Unmuts war vor allem die wegen eines Amtsenthebungsverfahrens suspendierte Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Andernorts richtete sich der Groll auch gegen Interims-Präsident Michel Temer sowie den gigantischen Korruptionssumpf.

Nach den seit über zwei Jahren anhaltenden Ermittlungen im Rahmen der Operation Lava Jato werden weiterhin hochrangige Politiker und Unternehmer an die Justiz ausliefert.

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