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Thomas de Maiziere
Thomas de Maiziere unterstützt den IAAF-Beschluss, den russischen Leichtathletikverband von Olympia auszuschließen © Getty Images

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat den Ausschluss russischer Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) mit deutlichen Worten begrüßt.

"Ich unterstütze den Beschluss der IAAF, den russischen Leichtathletik-Verband von Olympia auszuschließen", sagte der für Sport zuständige CDU-Politiker dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe).

Zuletzt hatte der Weltverband (IAAF) einstimmig beschlossen, dass der am 13. November 2015 suspendierte russische Verband RUSAF wegen massiver Verstöße gegen die Doping-Richtlinien auf unbestimmte Zeit gesperrt bleibt.

Für de Maizière war dies die richtige Entscheidung, wenngleich seiner Meinung nach Einzelfälle immer unabhängig bewertet werden sollten. "Jetzt ist die Zeit für harte Maßnahmen. Gleichzeitig befürworte ich es, Sportlern, die beweisen können, dass sie nicht zum Doping-System gehört haben, ein Startrecht in Rio einzuräumen", sagte er.

Derzeit dürfen nur russische Leichtathleten in Rio an den Start gehen, die nachweislich im Ausland lebten und nicht dem russischen Dopingsystem unterstanden. Dabei handelt es sich jedoch um wenige Ausnahmefälle. Zudem hat der Internationale Sportgerichtshof CAS aktuell eine Sammelklage von 68 russischen Leichtathleten gegen das Olympia-Aus vorliegen. Bis zum 21. Juli soll ein Urteil fallen.

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