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Olympics - Previews - Day - 5
Im Vorfeld der Olympischen Spiele schiebt das IOC die Verantwortung an die WADA weiter - die reagiert prompt © Getty Images

Die Welt-Anti-Doping-Agentur will die Anschuldigungen von Thomas Bach nicht auf sich sitzen lassen und reagiert prompt. Man habe nicht anders handeln können.

Der Streit zwischen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) spitzt sich weiter zu.

Die Doping-Jäger verteidigten die zeitliche Abfolge der Veröffentlichung ihrer Enthüllungs-Berichte und wiesen einige Vorwürfe von IOC-Präsident Thomas Bach zurück. Auf den Vorwurf, gegen Russland zu spät ermittelt zu haben, nachdem erste Hinweise über ein stattlich organisiertes Dopingsystem in Russland eingegangen waren, ging die WADA dagegen nicht ein.

"Die WADA versteht, dass der Zeitpunkt der Bekanntmachung des McLaren-Berichts einige Organisationen in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und die Paralympics in Schwierigkeiten gebracht hat", hieß es in einer Mitteilung. Die Agentur habe jedoch "unverzüglich" handeln müssen, nachdem die Anschuldigungen gegen Russland und sein Doping-System bekannt wurden.

Das betraf den ersten WADA-Bericht nach den Enthüllungen in der ARD im Dezember 2014 sowie auch den McLaren-Report, der nach den Aussagen von Whistleblower Gregori Rodtschenkow im Mai 2016.

Der Bericht des kanadischen Anwalts Richard McLaren war am 18. Juli, also drei Wochen vor dem Start der Rio-Spiele, veröffentlicht worden.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte am Sonntag indirekt der WADA eine Mitverantwortung an der chaotischen Situation um die noch fehlende Nominierung der russischen Athleten gegeben.

Bach erklärte, dass das IOC weder für das Timing der WADA-Berichte noch für die Leitung der Anti-Doping-Labore zuständig sei. Auch habe das IOC keinen Einfluss darauf gehabt, dass belastenden Hinweisen zu Doping in Russland nicht nachgegangen sei, so Bach.

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