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Julius Brink schaut skeptisch auf die vermeintlich grünen Spiele der Völkerverständigung
Julius Brink schaut skeptisch auf die vermeintlich grünen Spiele der Völkerverständigung © Imago / Getty Images

Julius Brink zieht ein vernichtendes Urteil der derzeitigen Situation rund um Olympia. Die Spiele seien weit von den ursprünglichen Werten wie Fair Play entfernt.

Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink hat ein vernichtendes Urteil zur Situation rund um die Olympischen Spiele gefällt. 

"Olympia ist ein Monster geworden. Ein riesiger Apparat, der leider derzeit für Kommerz, Misstrauen, Betrug und ein stümperhaftes Anti-Doping-System steht. Man muss sich wieder auf die ursprünglichen Werte wie Fair Play und Völkerverständigung besinnen. Nur so hat Olympia noch eine Chance", sagte Brink der Sport Bild.

Der 34-Jährige hatte vor vier Jahren in London zusammen mit Jonas Reckermann als erstes europäisches Männerteam sensationell Gold gewonnen und war in Brasilien als TV-Experte vor Ort. Dort hatte sich Brink auch bei SPORT1 erschrocken über die Situation der Olympischen Spiele gezeigt.

Die von Schwimm-Weltmeister Marco Koch vorgeschlagene Millionenprämie für Olympiasieger hält er derweil für unangebracht. "Wer soll das bezahlen? Die Bevölkerung in München und Hamburg hat sich gegen Olympia in diesem gigantischen Ausmaß entschieden. Der Stellenwert des olympischen Spitzensports in der Gesellschaft ist nicht so, als dass man bereit wäre, dafür extrem viel Geld auf den Tisch zu legen", sagte der Goldmedaillengewinner von London 2012.

Koch hatte sich vor Beginn der Spiele in Rio de Janeiro für eine Millionenprämie ausgesprochen. "Ich glaube, dass es keine finanzielle Belastung für den Staat wäre. Denn wenn man mal sieht, wie viele wir haben - das ist ja ein Witz", sagte der 26-Jährige.

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