Joachim Gauck spricht bei der Rückkehr der Olympia-Teilnehmer von seinem Wunsch. Innenminister Thomas de Maiziere mahnt zur Geduld.

Bundespräsident Joachim Gauck kann sich eine erneute deutsche Bewerbung für Olympische Spiele durchaus vorstellen.

Er könne der Idee "sehr viel abgewinnen. Ich habe davon gesprochen, welche Vorbildwirkung von Sportlern ausgeht und ich habe Sorge, dass nur autoritäre Staaten oder jene, denen es nicht so genau darauf ankommt, Spiele ausrichten. Ich wünschte, dass diese reife und erwachsene Demokratie auch Freude daran entwickelt, solche großen Tage des Weltsports zu organisieren", sagte Gauck beim Empfang der Olympia-Mannschaft in Frankfurt/Main der ARD.

Er respektiere zwar "die Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger in München und Hamburg, aber man darf sich auch was wünschen - und ich wünsche mir so was", ergänzte der 76-Jährige.

De Maiziere fordert Geduld

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte mit Blick auf eine neuerliche deutsche Olympia-Bewerbung Geduld gefordert."Ich finde es richtig, dass wir jetzt mal ein bisschen Gras über die Dinge wachsen lassen", sagte de Maizière im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst: "Und wenn wir dann neu überlegen, dann sollten wir es alle gemeinsam tun. Und anders, als es bisher der Fall war."

Die Führungsspitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte zuletzt trotz drei gescheiterter Olympia-Bewerbungen in den vergangenen fünf Jahren den Entwurf eines Strategiepapiers an die Präsidenten und Generalsekretäre der DOSB-Mitgliedsverbände verschickt. Die Zielformulierung lautete dabei: "Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland holen".

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