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15th IAAF World Athletics Championships Beijing 2015 - Day Seven
Darja Klischina darf an den Spielen in Rio teilnehmen © Getty Images

Darja Klischina darf nun doch in Rio an den Start gehen. Die Ad-hoc-Kammer des internationalen Sportgerichtshofes CAS gibt für die russische Weitspringerin grünes Licht.

Weitspringerin Darja Klischina darf nun doch als einzige russische Leichtathletin in Rio starten. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS gab in der Nacht auf Montag Ortszeit dem Einspruch der 25-Jährigen gegen die Sperre durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF statt.

Die Athletin habe nachweisen können, dass sie im "relevanten Zeitraum" außerhalb von Russland Dopingkontrollen in Wettkampf- und Trainingsphasen absolviert habe, teilte die Ad-hoc-Kammer in ihrer ersten Urteilsbegründung mit. Siebenmeterspringerin Klischina kann damit am Dienstag in der Qualifikation an den Start gehen.

McLaren-Report sorgte für die Sperre

Für Klischina nimmt das Hin und Her der vergangenen Tage damit ein positives Ende, sie schien durchaus damit gerechnet zu haben. Noch am Sonntagabend Ortszeit trainierte sie bei anscheinend bester Laune auf dem Aufwärmplatz am Olympiastadion.

Erst am Samstag hatte die IAAF überraschend die Ausnahmegenehmigung für Klischina zurückgezogen. Grundlage war die Auswertung neuer Daten aus dem McLaren-Report, der staatlich organisiertes Doping in Russland nachgewiesen hatte. Auch bei Klischina soll es demnach Unregelmäßigkeiten bei Dopingproben gegeben haben.

Nach ARD-Informationen waren zwei Urinproben von Klischina aufgetaucht, bei denen die Behälter Spuren enthielten, die auf ein illegales Öffnen schließen lassen. Zudem soll eine dieser Proben neben der DNA von Klischina auch die einer weiteren Person enthalten haben.

"Ich bin eine saubere Athletin"

Klischina reichte umgehend Klage gegen diese Entscheidung beim CAS ein. "Ich bin eine saubere Athletin und habe dies unzählige Male ohne jeden Zweifel bewiesen", schrieb sie auf Facebook.

Klischina lebt und trainiert in Florida und befand sich somit vor den Spielen außerhalb des russischen Systems. Daher hatte sie ursprünglich als einzige Russin die Starterlaubnis für die Leichtathletik-Wettkämpfe erhalten. Alle weiteren russischen Leichtathleten waren von der IAAF aufgrund des massiven Dopingskandals im Land ohnehin nicht für die Wettkämpfe in Rio zugelassen worden. 

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