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Swimming - 16th FINA World Championships: Day Twelve
Wladimir Morosow darf sich neue Hoffnung auf eine Olympia-Start machen © Getty Images

Die ausgeschlossenen russischen Schwimmer dürfen sich neue Hoffnung auf einen Start bei den Olympischen Spielen machen. Der CAS schiebt die Entscheidung an das IOC weiter.

Die russischen Schwimmer Nikita Lobinzew und Wladimir Morosow haben vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einen Teilerfolg erzielt.

Der CAS leitete die Fälle der beiden Athleten an das letztendlich entscheidende IOC-Gremium um Claudia Bokel weiter und gab damit dem Einspruch der Russen statt. 

Der Schwimm-Weltverband FINA hatte das Startverbot für Lobinzew und Morosow damit begründet, dass beide im McLaren-Report der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zum Staatsdoping in Russland namentlich erwähnt worden seien.

Wie der CAS, der in Rio die Rekordzahl von bisher 18 Fällen zu entscheiden hat, weiter mitteilte, werde über das Startverbot der Schwimm-Weltmeisterin und Olympiadritten Julia Jefimowa am Donnerstag entschieden.

Da das IOC wegen Dopings gesperrten Russen auch nach Ablauf ihrer Sperre die Teilnahme an Rio verweigert, hatte das russische olympische Komitee (ROC) die Nominierung Jefimowas zurückgezogen.

Der Fall der prominenten Schwimmerin wird damit zum Präzedenzfall für die umstrittene Regel. Sportrechtsexperten sehen diese als nicht haltbar an, da sie unter anderem eine Doppelbestrafung darstellt. Zudem dürfen ehemalige Dopingsünder aus anderen Ländern an den Spielen in Rio teilnehmen.

Der CAS bestätigte zudem den Ausschluss der kompletten russischen Gewichthebermannschaft. Von der Sanktion sind acht nominierte russische Athletinnen und Athleten, drei Frauen und fünf Männer, betroffen. 

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