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 Lotta Schelin
Selbst Schwedens Star Lotta Schelin konnte gegen das Team von Botafogo wenig ausrichten © Getty Images

Schwedens Fußballerinnen kassieren gegen ein Juniorenteam eine herbe Klatsche. Diese halten sich nicht an Absprachen. Die Schwedinnen sind dennoch zufrieden.

Schwedens Frauenfußballerinnen haben kurz vor den Olympischen Spielen in Rio ein männliches Juniorenteam des brasilianischen Topteams Botafogo FR herausgefordert.

Die Schwedinnen waren jedoch chancenlos und verloren das Spiel gegen die U16-Auswahl mit 0:8 - allerdings setzte Botafogo auch entgegen der Absprache einige ältere Spieler ein, dessen physische Vorteile umso größer waren.

"Fünf, sechs Spieler spielen in unserer U20. Ein Teil ist auf dem Weg zurück von einer Verletzung, andere brauchten einfach Spielzeit", sagte Botafogos Trainer Thiago Aprigio bei Aftonbladet.

Insofern dauerte es auch gerade einmal 30 Sekunden, ehe Botafogos Mannschaftskapitän Rodrigo Rodrigues Morgado den Torreigen eröffnete. Um die enorme Überlegenheit abzuschwächen, spielte Botafogo nach der Pause sogar nur noch mit neun Feldspielern, was aber wenig am Spielverlauf änderte.

Schwedinnen sind zufrieden

Die Schwedinnen betrachteten das Spiel dennoch als gelungene Generalprobe.

"Man muss aggressiv sein, um den Ball zu gewinnen und viele Zweikämpfe führen. Das war ein richtig gutes Match für uns. Wir werden bei den Olympischen Spielen nie so einen starken Gegner haben", sagte Schwedens Angreiferin Kosovare Asllani.

Das sah auch Schwedens Nationaltrainerin Pia Sundhage so: "Hätten wir ein gutes Ergebnis gewollt, hätten wir uns einen anderen Gegner ausgesucht. Das war perfekt für uns. Jetzt sind wir es gewohnt, in einem hohen Tempo zu spielen. Die Höhe der heutigen Niederlage ist völlig egal."

Wenige Tage vor dem Test gegen Botafogo hatten die Schwedinnen mit einem 3:0-Sieg gegen Ex-Weltmeister Japan bewiesen, dass sie in Rio zu den Medaillenkandidaten zählen.

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