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Julius Brink gewann 2012 mit Jonas Reckermann Gold im Beach-Volleyball
Julius Brink gewann 2012 mit Jonas Reckermann Gold im Beach-Volleyball © Getty Images

Rio de Janeiro - Julius Brink lässt in einem Facebook-Post Dampf ab. Hauptadressat seiner Kritik sind das Internationale Olympische Komitee und die "hohen Herren des Weltsports".

2012 wurde er zusammen mit Jonas Reckermann sensationell Olympiasieger im Beachvolleyball, vier Jahre später ist Julius Brink als TV-Experte für die ARD in Brasilien.

Und vieles, was er in der Heimat seiner Sportart hinter den Kulissen mitbekommt, stößt ihm übel auf. Weshalb Brink nun in einem Facebook-Post Dampf abließ.

So würde "das Propagieren von Werten von Seiten des IOC zur Farce und die Welt belogen". Die Botschaft der Eröffnungsfeier (sinngemäß: "Rettet den Planeten") ist für Brink nicht mehr als eine hohle Phrase.

"Ich sehe hier in Sachen der Organisation nicht den Hauch eines Ansatzes dieses Gedankens", schrieb er. Stattdessen gebe es eine "brutale Verschwendung von Ressourcen" bei beispielsweise dem Transportsystem, dem Einsatz von Klimaanlagen, auch der Produktion der TV-Bilder teilweise mit Hilfe von Helikoptern.

Hauptadressat seiner Kritik sind das Internationale Olympische Komitee und die "hohen Herren des Weltsports", wie er sie nannte. Wenn diese sich trotz eines funktionierenden Transportsystems "in ihren 'fetten' Limousinen durch die Stadt fahren lassen und dazu Straßensperren errichtet werden, dann ist dies leider die hässliche Fratze von Olympia."

Das IOC liege in Sachen Glaubwürdigkeit und Vermittlung am Boden. "Woran sich dies darstellen lässt: Ein Libanese weigerte sich mit Israelis gemeinsam in einem Bus zu sitzen. Kein Kommentar des IOC dazu. Erinnert ihr euch noch an den Trauerflor mit dem die Norweger bei den Olympischen Spielen in Sochi gestartet sind, es gab eine Rüge vom IOC. Begründung: Wir wollen keine politischen Spiele."

Auch das Klima unter den Athleten habe gelitten, man würde sich nach dem Hin und Her über die Starterlaubnis teils untereinander nicht mehr über den Weg trauen.

Dennoch habe er seine Freude an den Spielen, so Brink, und an ihrer Essenz, dem Sport: "Doch es tut so weh mitzuerleben wie Schindluder an dieser schönen Idee betrieben wird."

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