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Dutch gymnasts Epke Zonderland (R) and Y
Yuri van Gelder (l.) wurde wegen Alkoholkonsums aus dem Team geworfen © Getty Images

Nach seinem Rauswurf aus dem niederländischen Olympia-Team will sich Yuri van Gelder ins Turn-Finale einklagen. Der Weltverband schiebt dem jedoch ein Riegel vor.

Der frühere Ringe-Weltmeister Yuri van Gelder (Niederlande) wird in Rio de Janeiro an seinem Paradegerät wohl kein olympisches Finale bestreiten.

"Auf Basis unserer Regeln kann er nicht mehr zurückkehren", sagte ein Sprecher des Turnweltverbandes FIG der niederländischen Presseagentur ANP. Für van Gelder, der wegen Alkoholkonsums vom olympischen Sportverband NOCNSF nach Hause geschickt worden war, nominierte die FIG bereits den Franzosen Danny Pinheiro Rodrigues nach.

Am Freitag entscheidet das Amtsgericht in Arnheim über die einstweilige Verfügung, die van Gelders Rechtsanwalt Cor Hellingmann gegen das Nationale Olympische Komitee der Niederlande NOCNSF eingereicht hatte.

Damit will sich der 33-Jährige noch in das Finale klagen, das am Montag stattfinden wird. Sollte er Recht bekommen, müsste in einem nächsten Schritt der Internationale Sportgerichtshof CAS über die Entscheidung der FIG urteilen.

Helligman vertrat den "Lord of the Rings" bereits 2010 in einem Verfahren gegen den niederländischen Turnerbund KNGU. Damals ging es um den Ausschluss aus dem WM-Team. Diesmal zielt der Anwalt offenbar auf schwammige Formulierungen in der NOCNSF-Athletenvereinbarung. In dem 20 Seiten starken Dokument wird das Wort Alkohol kein einziges Mal erwähnt.

In Artikel 6 heißt es, dass ein Sportler sich innerhalb und außerhalb der Sportausübung sich so gut betragen muss, wie man es von einem Mitglied des "TeamNL" erwarten darf. Alkohol steht auch nicht auf der Liste der für Turner verbotenen Mittel.

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