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Hendrik Pekeler wurde mit einer Sackkarre ins Studio gefahren © ZDF

Ihre Bronzemedaille feiern die deutschen Handballer ausgiebig. Beim TV-Auftritt danach geht es kurios zu: Von Sackkarren bis zu Sklaven-Kettenschlössern ist alles dabei.

Die Bay Boys haben ihrem Spitznamen alle Ehre gemacht und es offenbar bereits unmittelbar nach Schlusspfiff des Spiels um Platz drei gegen Polen krachen lassen.

In ihrem TV-Auftritt im ZDF - nur gut eine Stunde nach Erhalt der Bronzemedaille - war jedenfalls ein Großteil der deutschen Handballer offensichtlich kräftig angeheitert.

Der kuriose Auftritt begann damit, dass Löwen-Spieler Hendrik Pekeler von seinem Teamkollegen Silvio Heinevetter mit einer Sackkarre ins Studio gefahren wurde.

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Bad Boys mit lustigen Sprachpannen

Moderator Rudi Cerne ahnte offenbar bereits zu diesem Zeitpunkt Schlimmes und fragte Uwe Gensheimer direkt: "Können Sie noch reden? Sie sind schon lange unterwegs, haben schon gut getankt, oder?" Gensheimer antwortet darauf vielsagend: "Wir mussten bis 17 Uhr durchhalten, das haben wir geschafft. Danach ist Freilaufen."

Noch angeschlagener war Andreas Wolff. Der Keeper des THW Kiel hatte offensichtlich große Schwierigkeiten, beim Sprechen die Augen aufzuhalten. "Wir haben das kleine Finale gewonnen. Wenn du mit einer Medaiiille nach Hause kommst, dann haaast du alles richtig gemacht", lallte Wolff.

Wolff war an diesem Tag aber nicht der einzige deutsche Handballer mit Sprachproblemen. "Wir sind hier auch mit Ambitio…Ambi…Ambinationen…", fing Tobias Reichmann einen Satz an, während seine Mitspieler das Lachen begannen. Im fünften Versuch schaffte er es dann schließlich doch noch, das Wort unfallfrei auszusprechen.

Lemke trägt ein Kettenschloss 

Die Spitze im Kuriositätenkabinett bildete aber Finn Lemke, der ein Kettenschloss um den Hals trug. Seine logische Erklärung dafür: "Ich bin heute nur der Sklave von Oliver Roggisch (Teammanager, d. Red.). Ich muss alles machen, was er sagt. Er hat gesagt, ich darf einfach keinen Kommentar geben", sagte Lemke.

Selbst Bundestrainer Dagur Sigurdsson sorgte für Gelächter bei seinen Spielern,  da er offenbar Gefallen daran gefunden hatte, die Fragen von Cerne möglichst kurz zu beantworten. So antwortete Sigurdsson auf die Frage von Cerne, ob sie mit der Leistung in Rio nach dem EM-Erfolg ihre Klasse bestätigt hätten, mit einem schlichten "Ja".

Als den Handballern das ZDF-Maskottchen "Tukan MaRio" geschenkt wurde, machten sie sich einen Spaß daraus, ihre Stimme so zu verstellen, dass sie wie die Laute des Federviehs klingen könnten.

Gensheimer will Restbestände suchen

Auf die Frage nach ihren weiteren Feierplanungen kündigte Gensheimer an: "Uns wurde gesagt, dass das Deutsche Haus seit gestern schon zu ist. Wir schauen einfach mal vorbei und gucken, was da noch an Restbeständen möglich ist."

Nach diesem Auftritt muss man sich fragen, ob das Deutsche Haus als reine Vorsichtsmaßnahme geschlossen wurde.

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