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Ryan Lochte erfand mit seinen Kollegen einen Raubüberfall
Ryan Lochte erfand mit seinen Kollegen einen Raubüberfall © Getty Images

Ryan Lochte erklärt nach der Überfall-Story bei Olympia den Grund für seine Lüge. Der Schwimmstar nimmt sich zudem die Medien zur Brust - und blickt nach vorn.

Ryan Lochte hat sich in einem TV-Interview bei ABCzum Vorfall bei den Olympischen Spielen in Rio geäußert und dabei auch die Medien kritisiert.

"Ich bin ein Mensch. Ich habe einen Fehler gemacht. Einen sehr großen. Damit muss ich leben", sagte Lochte, der auch erklärte, warum er gelogen habe.

"Es war Stunden nach dem Vorfall. Ich will keine Ausreden vorbringen, aber ich war immer noch betrunken. Ich war noch emotional, nachdem eine Waffe auf mich gerichtet war", sagte Lochte. Diese wurde ihm allerdings nicht an die Stirn gerichtet, wie er erklärt hatte.

Lochte, seine Kollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten behauptet, in Rio mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein. In Wahrheit hatten die Amerikaner an einer Tankstelle randaliert und später für den entstandenen Sachschaden bezahlen müssen.

Berichte, dass er in den Toiletten randaliert habe, wies er zurück. "Das ist absurd. Ich habe ein Poster abgerissen. Es gab keinen Schaden am Toilettenraum. Den habe ich nicht betreten, der war verschlossen."

Bei der Berichterstattung nahm Lochte generell die Medien ins Visier. "Die Medien haben es auf ein neues Level gehoben. Es wurde zu lange durchgeschleppt", so der 32-Jährige. Das Land habe er jedenfalls nach eigenem Empfinden nicht blamiert. "Jeder übertreibt völlig", so Lochte.

Die Strafe, die sein Teamkollege Feigen zahlen musste, will Lochte zurückzahlen. Um seine eigenen möglichen Strafen kümmere sich ein "großartiges Team".

Nun nimmt der sechsfache Olympiasieger an der Tanz-Show "Dancing with the Stars" teil. Die Zusage für die Show gab er bereits vor seinem Skandal. "Ich will es hinter mir lassen und nach vorne blicken. Der Rest der Welt will das auch", so Lochte, der erklärte, dass die letzten Wochen die "Tiefpunkte seines Lebens" gewesen seien.

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