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Schweden gegen Deutschland
So sah es zuletzt oft aus: Geknickte Schwedinnen, während die deutschen Spielerinnen jubeln © Getty Images

Im Olympia-Finale trifft Schweden auf Angstgegner Deutschland. Die Bilanz ist verheerend, weshalb eine Schwedin sogar eine Gruppentherapie vorschlägt.

Vor dem Olympia-Finale gegen die DFB-Frauen (Fr., ab 22.30 Uhr im LIVETICKER) kämpfen Schwedens Fußballerinnen gegen ihr Deutschland-Trauma. 

Von den letzten zwölf Aufeinandertreffen bei großen Turnieren hat Schweden zehn verloren, seit 1995 waren es sogar neun Niederlagen in Folge.

"Das ist sehr besonders. Deutschland. In jedem Finale, in dem Schweden ist, steht auf der anderen Seite immer Deutschland, Deutschland, Deutschland. Es ist Zeit, den verdammten Negativtrend gegen Deutschland zu beenden", sagte Schwedens Angreiferin Lotta Schelin.

Der große Respekt vor Deutschland hört man den Spielerinnen aber dennoch an. Deutschland ist "wie eine Maschine, ihre Geschichte, ihre Siegermentalität. Um diesen Spuk zu vertreiben, müssen wir weiter an das glauben, was wir tun", sagte Schelin.

Damit der Respekt vor der Elf von Bundestrainerin Silvia Neid im Spiel nicht zu groß ist, schlägt Schwedens Youngster Stina Blackstenius sogar eine Art Gruppentherapie vor, wie sie es bereits bei der U19 im letzten Jahr praktiziert hatten.

"Wir haben in einer Gruppe über Deutschland gesprochen und an das, was wir denken, wenn wir das Wort 'Deutschland' hören. Wir sollten über den Respekt sprechen, den wir vor ihnen haben. Dabei fielen viele große Worte – sie sind eben eine große Fußballnation, die bei großen Turnieren oft sehr weit kommt", sagte Blackstenius.

Sie fuhr fort: "Aber dann sagten wir uns, dass wir oft nur über Deutschland allgemein reden - wir treten nur gegen ein Team mit normalen Mädchen wie wir ab. Das tat uns sehr gut, glaube ich." 

Nach der Gruppenunterhaltung gewann Schwedens U19 das EM-Halbfinale gegen Deutschland, unter anderem dank zweier Treffer von Blackstenius.

Die Schwedinnen sind aber überzeugt, dass auch die DFB-Frauen diesmal mit großem Respekt in das Finale gehen werden:  "Zum ersten Mal seit langer Zeit glaube ich, dass sie spüren, dass das kein leichtes Match gegen uns wird", sagte Schelin.

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