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Der Amerikaner Tyler Hamilton musste seine Goldmedaille von 2004 abgeben © Getty Images

Keine Nation musste so viele Olympische Medaillen zurückgeben wie die USA - bis auf Russland. Die Erzrivalen liefern sich im Medaillenspiegel der Schande ein enges Duell.

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro überflügeln die USA den Rivalen Russland bislang deutlich - im "Medaillenspiegel der Schande" liefern sich die beiden großen Sportnationen aber einen zweifelhaften Wettstreit auf Augenhöhe.

Mit elf respektive zwölf wegen Dopings aberkannten Medaillen belegen die Länder dort die ersten beiden Plätze, die USA führen nur wegen der größeren Zahl an verlorenen Olympiasiegen.

Elf Goldmedaillen, einmal Silber und dreimal Bronze mussten des Dopings überführte US-Sportler bislang zurückgeben, wie die Wochenzeitung Die Zeit auf ihrer Internetseite fein säuberlich auflistet.

Nach der Disqualifikation der 4x400-m-Staffel, die in Peking 2008 Silber gewonnen hatte, sind es bei den Russen viermal Gold, sechsmal Silber und zweimal Bronze.

Bislang mussten in der olympischen Geschichte 74 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen wegen diverser Dopingvergehen wieder zurückgegeben werden.

Deutschland verlor zwei Goldmedaillen und liegt damit auf dem wenig schmeichelhaften sechsten Rang. 2004 in Athen war das Pferd des Fahnenträgers Ludger Beerbaum unerlaubt medikamentiert worden, 2000 in Sydney wurde im Urin von Ringer Alexander Leipold Nandrolon nachgewiesen.

Dass auch in Zukunft weitere Medaillengewinner überführt werden, ist nicht nur angesichts verbesserter Test-Methoden wahrscheinlich.

In Rio wurden bisher zwei Medaillengewinner überführt: Der kirgisische Gewichtheber Issat Artykow sowie Kanute Sergei Tarnowtschi aus Moldau, die beide Bronze gewonnen hatten.

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