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Robert Harting gewann 2012 olympisches Gold
Robert Harting liegt mit Thomas Bach im Clinch © Getty Images

Robert Harting sieht die Schritte von Leichtathletik-Weltpräsident Sebastian Coe im Anti-Doping-Kampf positiv. An Thomas Bach dagegen lässt er kein gutes Haar.

Bei der Aufarbeitung des russischen Dopingskandals steht Leichtathletik-Weltpräsident Sebastian Coe in den Augen von Diskus-Olympiasieger Robert Harting auf der guten Seite - im Gegensatz zu IOC-Präsident Thomas Bach.

"Beide Präsidenten waren mit negativen Vorgeschichten behaftet. Der eine entscheidet, lässt die Russen zu Hause und tut dem Sport damit etwas Gutes. Der andere entscheidet sich dafür nicht", sagte Harting.

Obwohl auch Coe umstritten ist, müsse man "ganz klar sagen, dass er ein Gewinner ist", betonte Harting. Der Brite habe "dafür gesorgt, dass alle Anti-Doping-Kämpfer etwas zurückbekommen haben".

Dagegen sei seine "persönliche Meinung" von Bach "schlechter denn je", sagte der dreimalige Weltmeister, "ich schäme mich sehr stark dafür, dass ich in indirekter Situation am Gleichen mit ihm arbeite". Die jüngsten Entscheidungen des IOC bezeichnete Harting als "unfassbar", sie würden Bach "auch immer hinterherhängen".

Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wird man Hartings erneute Kritik wohl alles andere als gerne hören. Schon nach seiner Wutrede gegen Bach, als er gesagt hatte, dass er "diesen Menschen mehr denn je verabscheu", hatte ihn DOSB-Chef Michael Vesper zum Rapport in Rio bestellt.

"Thomas Bach als 'Teil des Dopingsystems' hinzustellen, sei absurd und inakzeptabel." Er werde mit Harting in Rio sprechen, "aber das ist nichts für die Öffentlichkeit".

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