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Witali Mutko
Witali Mutko fühlt sich von der Entscheidung der IAAF provoziert © Getty Images

Russlands Sportminister Witali Mutko hat den kurzfristigen Olympia-Ausschluss der Weitspringerin Darja Klischina durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF heftig kritisiert. "Das sind bewusste Provokationen, die mit voller Absicht getätigt werden.

Ihr Ziel ist der russische Sport", sagte der Politiker am Sonntag der Nachrichtenagentur Tass. Mutko rechnet damit, dass es "nicht die letzte Provokation" gegen russische Athleten gewesen sein wird.

Grund für den Ausschluss sollen Unregelmäßigkeiten bei Dopingproben von Klischina gewesen sein. Nach ARD-Informationen ist eine Probe von Klischina aufgetaucht, bei der der Behälter Spuren enthielt, die auf ein illegales Öffnen schließen lassen.

Zudem soll eine Probe neben der DNA von Klischina auch die einer weiteren Person enthalten haben.

Die 25 Jahre alte Klischina hatte ursprünglich die Starterlaubnis für die Wettkämpfe erhalten, da sie seit 2013 in Florida lebt und trainiert und sich somit außerhalb des russischen Systems befand. Das würde bedeuten, dass sie auch unabhängig getestet wurde.

Alle weiteren russischen Leichtathleten waren von der IAAF aufgrund des massiven Dopingskandals im Land nicht für die Wettkämpfe in Rio zugelassen worden. Siebenmeterspringerin Klischina sollte am Dienstag in der Qualifikation an den Start gehen.

Bei seiner Rolle rückwärts verwies ein IAAF-Sprecher am Samstag auf "neue Erkenntnisse", ohne ins Detail zu gehen. Klischina legte umgehend Einspruch bei der Ad-hoc-Kammer des internationalen Sportgerichtshofes CAS in Rio ein. Eine Entscheidung wird spätestens am Montag erwartet.

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