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Paul Biedermann hofft bei der Kurzbahn-EM in Israel auf Medaillen
Paul Biedermann greift über 200 Meter Freistil nach einer Medaille © Getty Images

Und das trotz Schokoladentorte: Geburtstagskind Paul Biedermann erreicht als Vorlaufzweiter das Halbfinale über 200 Meter Freistil.

Geburtstagskind Paul Biedermann blickte kurz auf die Anzeigetafel, wuchtete sich dann aus dem Wasser und verfolgte wenig später zufrieden seine schärfsten Konkurrenten am Fernseher. 

Der Weltrekordler ist an seinem 30. Geburtstag überzeugend in seine letzten Olympischen Spiele gestartet und hat die Ambitionen auf die erste Olympia-Medaille seiner Karriere untermauert.

Der Doppel-Weltmeister von 2009 schlug im Vorlauf über 200 m Freistil nach 1:45,78 Minuten als Zweiter an und war nur um drei Hundertstelsekunden langsamer als sein chinesischer Rivale Sun Yang.

Biedermann wirkte nach seiner gewohnt abwartenden ersten Rennhälfte hellwach und topfit.

"So relaxed war das gar nicht"

So relaxed war das gar nicht, ich musste ganz schön schnell schwimmen", sagte der Hallenser und meinte mit Blick auf das Halbfinale am späten Sonntagabend: "Ich möchte gerne meinen Geburtstag so schön wie möglich verbringen und dann heute Abend ins Finale schwimmen."

Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel, der als enttäuschender 19. im Vorlauf scheiterte, war von Biedermanns Auftritt begeistert.

"Er war sehr, sehr stark, und er hat immer noch diesen wahnsinnigen Endspurt", sagte Agnel: "Mein Tipp: Nutz' das im Finale, dann bekommst du die Medaille."

Zuvor war der Doppel-Weltmeister von 2009 nach dem Aufwachen im Olympischen Dorf mit einer Schokoladentorte überrascht worden, die der Konditor des Deutschen Hauses extra für ihn gebacken hatte.

Schokotorte für das Geburtstagskind

Während Biedermann die Kerzen auf der Torte auspustete, sangen seine Teamkollegen für das Geburtstagskind ein Ständchen.

Die große Feier soll es aber erst nach Olympia geben, und dann möglichst mit Edelmetall um den Hals. "Eine Medaille ist mein Traum, aber davon hängt mein Seelenheil nicht ab", sagte Biedermann schon vor dem ersten Sprung ins olympische Becken.

Der Saarbrücker Christoph Fildebrandt verpasste dagegen als 28. in 1:47,81 Minuten das Halbfinale. Der Endlauf am Montag soll Biedermanns letztes Einzelrennen werden.

Am Dienstag geht er noch einmal mit der 4x200-m-Freistilstaffel ins Becken - ebenfalls mit Chancen auf Edelmetall.

Köhlers Bestzeit zu wenig

Für die anderen DSV-Schwimmer verlief dagegen auch der zweite Wettkampftag enttäuschend.

Sowohl die 4x100-m-Freistilstaffel der Männer (11./3:14,97) als auch die deutsche Meisterin Sarah Köhler (Frankfurt) über 400 m Freistil (10./4:06,55) trotz persöhnlicher Jahresbestzeit verpassten es, dem deutschen Schwimmteam den ersten Finaleinzug zu bescheren.

Rückenschwimmer Jan-Philipp Glania (Frankfurt) zog zumindest ins Halbfinale über 100 m ein, war mit seinem 15. Platz und seiner Zeit (53,87) aber unzufrieden: "Der erste Start war ein bisschen holprig.

 

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