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Ein Gericht in Rio de Janeiro blockiert materielles Eigentum des Olympiasenders OBS © Getty Images

Ein Gericht in Rio de Janeiro hat wegen möglicher Verstöße gegen nationales Arbeitsrecht vorläufig sowohl materielles Eigentum des Olympiasenders OBS blockiert als auch die brasilianischen Konten des Medienablegers vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingefroren.

Insgesamt sollen so umgerechnet rund 1,37 Millionen Euro im Land gehalten werden, um eventuelle Ausgleichszahlungen zu gewährleisten.

Dem Olympic Broadcasting Service, 2001 vom IOC für die weltweit gemeinsame Bereitstellung von Bild und Ton für die TV- und Radio-Rechteinhaber für die Übertragung von Olympischen Spielen sowie Paralympics gegründet, wird u.a. vorgeworfen, temporär verpflichteten Arbeitern Kopien ihrer Zeitverträge vorenthalten sowie die vertraglich vereinbarten zehn Arbeitsstunden überschritten zu haben.

Mit Ende der Paralympics am Sonntag sah das Arbeitsgericht in Rio die Gefahr, "dass der Angeklagte das nationale Territorium verlasse", und es somit keinen Zugriff mehr auf das Eigentum des Unternehmens mit Sitz in der spanischen Hauptstadt Madrid gäbe, um zukünftig auf Gerichtsweg beanstandete arbeitsrechtliche Verpflichtungen auszugleichen.

Zu den gesperrten Gütern gehören LKW, Ausrüstung für die Übertragung von Ton und Bild sowie in den olympischen Arenen verwendete Möbelstücke. Rund 2000 lokale Arbeiter waren vom OBS für die Olympischen Spiele und Paralympics, teils mit fragwürdigen Verträgen als sogenannte individuelle Mikro-Unternehmer (MEI), verpflichtet worden.

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