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German Swimming Championship - Day 1
Britta Steffen nennt die schlechte Stimmung als Grund für das Versagen der deutschen Schwimmer © Getty Images

Britta Steffen geht nach dem miserablen Abschneiden der deutschen Schwimmer bei Olympia noch einmal hart mit diesen ins Gericht. Es herrsche Scham.

Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen macht unter anderem die Stimmung unter den deutschen Schwimmern für deren schlechtes Abschneiden bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro verantwortlich.

"Es ist bei Olympia zuletzt immer wie eine Beerdigungsstimmung gewesen, die sich fortsetzt. Irgendwann schämst du dich. Wenn du mit Scham schnell schwimmen willst, funktioniert es nicht", sagte die 32-Jährige der Welt am Sonntag.

Steffen, die 2008 bei den Spielen in Peking Gold über 50 m und 100 m Freistil gewann, kann sich indessen eine Rolle im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) vorstellen, zumal im November ein neuer Präsident die scheidende Verbandschefin Christa Thiel ersetzen wird.

"Ich habe 18 Jahre lang Leistungssport gemacht, bin 25 Jahre Schwimmerin gewesen. Da hat man eine Verantwortung", sagte die Berlinerin.

Dem Verband komme laut Steffen in der Neuausrichtung des deutschen Schwimmsports eine Schlüsselrolle zu: "Der DSV kann eine ganze Menge machen, damit sich die Situation endlich bessert. Nach Olympia analysieren und reden und so weitermachen wie bisher – da kann sich natürlich nichts ändern. Aber ich glaube, dass wir jetzt tief genug gesunken sind."

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