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Russia's gold medalist Tatyana Lysenko (
Betty Heidler (r.) erhält nach der Disqualifikation von Tatjana Lyssenko (M.) nachträglich die Silbermedaille © Getty Images

Tatjana Lyssenko muss wegen eines positiven Dopingtests ihre Goldmedaille der Olympischen Spiele 2012 abgeben. Betty Heidler profitiert von der Disqualifikation.

Die russische Hammerwerferin Tatjana Lyssenko hat aufgrund eines positiven Dopingtests ihre Olympia-Goldmedaille von den Sommerspielen 2012 in London aberkannt bekommen.

Wie das Internationale Olympische Komittee (IOC) am Dienstag mitteilte, wurden bei einem Nachtest ihrer Proben Spuren des Anabolikums Turinabol festgestellt.

Ex-Weltmeisterin Betty Heidler (Frankfurt), vor vier Jahren ursprünglich Dritte hinter Lyssenko und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk (Polen), rückt damit auf den Silber-Rang nach vorne.

Lyssenko, die seit ihrer Heirat den Nachnamen Beloborodowa trägt, war bereits von 2007 bis 2009 wegen Dopings gesperrt. Als Wiederholungstäterin droht der 33-Jährigen nun eine lebenslange Sperre. Auch Nachtests von Lyssenkos Proben der WM 2005 sollen zudem positiv gewesen sein.

Zuletzt hatten bereits die Russinnen Anna Tschitscherowa ihre Hochsprung-Bronzemedaille sowie Maria Abakumowa ihr Speerwurf-Silber von den Olympischen Spielen in Peking 2008 zurückgeben müssen. Beide waren bei Nachtests ebenfalls positiv auf Turinabol getestet worden. Das Steroid, bereits in den 1960er Jahren in Jena entwickelt, war wichtiger Bestandteil des DDR-Staatsdopings in den 70er und 80er Jahren.

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