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SPORT-OLY
Es wird immer schwerer, die Bürger einer Stadt von der Ausrichtung Olympischer Spiele zu überzeugen © Getty Images

Der Widerstand gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 in Frankreich wächst. Gegner der Spiele sammeln in Paris Stimmen für ein Bürgerreferendum.

Auch in Paris wächst der Widerstand gegen eine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024. Die Kommunalabgeordnete Danielle Simonnet hat eine Unterschriftenaktion gestartet, die ein Bürgerreferendum über die Spiele einleiten soll. 

Olympia missbraucht Geld

"Natürlich brauchen wir ein Referendum. Ein solches Ereignis sollte von einer politisches Debatte in der Öffentlichkeit begleitet und durch eine Bürgerbefragung entschieden werden", sagte Simonnet der Zeitung Le Monde. Nach Meinung der Politikerin missbrauche Olympia Geld, das für nützliche Projekte wie Einrichtungen für Bildung, Gesundheit, Wohnraum oder Infrastruktur fehle.

Bislang ist in Paris, anders als im Fall der gekippten Hamburger Bewerbung, kein Referendum vorgesehen. Die französische Hauptstadt und Los Angeles sind die einzig verbliebenen Kandidaten für die Abstimmung am 13. September auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lima. Im Raum steht eine Doppelvergabe. Paris könnte - 100 Jahre nach den ersten Spielen an der Seine - den Zuschlag für '24 erhalten, Los Angeles für 2028.

Mehrheit in Paris gegen Olympia

Zuletzt hatte schon Sportökonom Wolfgang Maennig im SID-Gespräch Zweifel an einer positiven Grundstimmung in Paris geäußert. "Auch in Paris gibt es eine große Mehrheit gegen Olympia", sagte der Ruder-Olympiasieger von 1988: "Doch dort verzichten sie auf ein Referendum - zum Glück für die olympische Familie."

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