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Daniel Scheil hat sich voll auf das Kugelstoßen konzentriert - mit Erfolg © Imago

Daniel Scheil holt bei den Paralympics in Rio de Janeiro seine erste Goldmedaille. Dabei zeigt der Oldie im Feld der Konkurrenz die Grenzen auf.

Kugelstoßer Daniel Scheil hat in Rio de Janeiro seine erste Goldmedaille bei Paralympics gewonnen.

Der für Weiden in der Oberpfalz startende Sachse siegte mit persönlicher Bestleistung von 11,03 m vor dem Algerier Kamel Kardjena (10,94), der 2008 und 2012 jeweils Gold geholt hatte.

Der mit 43 mit Abstand älteste Athlet der Konkurrenz holte den insgesamt vierten Sieg für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) in Brasilien.

"Das ist unglaublich, unbeschreiblich, einfach nur geil", sagte Scheil, der schon wenige Minuten nach dem Ende seines Wettkampfs seine Medaille erhielt.

Scheil, der es als Fußballer bis in die Oberliga-Nachwuchsmannschaft von Wismut Aue brachte, hatte 2008 nach einem Herzinfarkt im Koma gelegen, 2010 wurde bei ihm die Muskelerkrankung Spastische Tetraparese diagnostiziert. Seitdem sitzt er im Rollstuhl.

Eigentlich ist die Kugel nur die drittliebste Disziplin Scheils.

Doch der Speerwurf gehört in Rio in seiner Klasse nicht zum Programm und im Diskuswurf wurden Klassen zusammengelegt, sodass er sich in der Vorbereitung aufs Kugelstoßen konzentrierte.

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