vergrößernverkleinern
Franziska Liebhardt verbesserte ihren eigenen Weltrekord
Franziska Liebhardt verbesserte ihren eigenen Weltrekord © Getty Images

Franziska Liebhardt darf sich nach einem fabelhaften Wettkampf im Kugelstoßen feiern lassen. Mit Weltrekord stößt die 34-Jährige in Rio zur Goldmedaille.

Leichtathletin Franziska Liebhardt hat sich ihren Traum von Gold zum Abschluss ihrer Karriere erfüllt. Die 34-Jährige von Bayer Leverkusen triumphierte im Kugelstoßen der Klasse F37 mit Weltrekordweite von 13,96 m vor ihrer großen Konkurrentin Mi Na aus China (13,73) und Eva Berna aus Tschechien (11,23).

"Ich bin total durch den Wind. Ich kann es gar nicht so richtig glauben. Ich habe immer gedacht, dass die Chinesin irgendwann einmal einen raushauen muss. Aber das ist nicht passiert. Ich bin superglücklich", sagte Liebhardt.

Für Mi Na war es seit 2008 die erste Niederlage bei einem großen Wettkampf. Die Chinesin war Paralympicssiegerin 2008 und 2012 sowie Weltmeisterin 2011, 2013 und 2015.

Liebhardt leidet an einer unheilbaren Autoimmunkrankheit. Sie hat zudem eine Lungen- und Nierentransplantation hinter sich gebracht. 2015 war sie jeweils WM-Zweite im Kugelstoßen und im Weitsprung geworden.

Mit 13,82 m hatte die gebürtige Berlinerin, deren Lebensmittelpunkt in Würzburg liegt und die in Leverkusen unter der früheren Speerwerferin Steffi Nerius trainiert, bislang auch schon den Weltrekord gehalten. Diesen verbesserte sie im Olympiastadion von Rio aber gleich im ersten Versuch.

Am Mittwoch startet Liebhardt noch im Weitsprung. Auch hier rechnet sie sich eine Medaillenchance aus. Nach Rio wird sie ihre erfolgreiche Karriere beenden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel