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In der Kritik: IOC-Präsident Thomas Bach © Getty Images

Das Verständnis hält sich in Grenzen: IOC-Boss Thomas Bach bleibt der Eröffnungsfeier der Paralympics in Rio fern - für IPC-Präsident Philip Craven ungewöhnlich.

IPC-Präsident Sir Philip Craven hat das Fehlen von IOC-Boss Thomas Bach bei der Eröffnungsfeier der Paralympics als ungewöhnlichen Vorgang bezeichnet, aber dennoch Verständnis gezeigt.

"Soweit ich mich erinnern kann, war der IOC-Präsident außer in Salt Lake City bei jeder Eröffnungsfeier von paralympischen Sommer- und Winterspielen zugegen. Aber das war einfach eine unglückliche Situation", erklärte der Brite auf seiner Eröffnungspressekonferenz wenige Stunden vor der Feier am Mittwoch in Rio de Janeiro.

Einen Zusammenhang zwischen Bachs Absage und dem Komplett-Ausschluss der russischen Sportler durch das Internationale Paralympische Komitee wollte Craven nicht herstellen. "Ich sehe das Lächeln auf Ihrem Gesicht bei dieser Frage", sagte er: "Aber alles, was ich sagen kann, ist, dass ich vor zwei Tagen einen Brief von Thomas bekommen habe. Darin hat er deutlich gemacht, dass er wirklich nicht kommen kann, weil ein enger Freund von ihm, der frühere Bundespräsident Walter Scheel, an diesem Tag beerdigt wird. Von anderen Gründen weiß ich nichts."

Die IPC-Entscheidung, Russland komplett auszuschließen, hatte den Druck auf das IOC und Bach noch einmal gesteigert.

Craven hatte Bachs Entscheidung gegen einen Komplett-Ausschluss für Olympia als IOC-Mitglied aber mitgetragen. "Er hat alle um Unterstützung gebeten. Deshalb habe ich die Entscheidung auch unterstützt, weil ich ein Teamplayer bin", hatte Craven gesagt: "Ich bin davon ausgegangen, dass das IOC-Board eine Entscheidung empfiehlt, die für alle das Beste ist."

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