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Stefan Nimke (l.) und Kai-Kristian Kruse rasen in Rio zu Bronze

Stefan Nimke erfüllt sich den Traum von einer paralympischen Medaille. Mit Kai-Kristian Kruse, der einst im Rudern Silber holte, landet er beim Zeitfahren auf dem Podium.

Olympiasieger Stefan Nimke, einer der erfolgreichsten deutschen Bahnradfahrer, hat sich seinen Traum von einer Paralympics-Medaille erfüllt.

Als Pilot gewann der 38-Jährige aus Schwerin zusammen mit dem stark sehbehinderten Kai-Kristian Kruse (25/Schwerin) in einer Zeit von 1:01,787 Minuten Bronze im 1000-m-Zeitfahren. Gold ging an das niederländische Tandem Tristan Bangma und Teun Mulder (59,822).

"Ich freue mich wie Bolle. Das ist ein Riesending. Und das in meinem Alter!", sagte Nimke freudestrahlend. "Das ist Wahnsinn, gigantisch, ein großer Moment. Vor allem wenn man bedenkt, wie kurz wir erst zusammen fahren", ergänzte Kruse, der mit Nimke seit 2013 ein Tandem bildet.

Kruse hatte bei den Paralympics 2012 in London schon Silber gewonnen - allerdings im Ruder-Vierer.

Nimke gewann bei vier Olympischen Spiele je einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze. Sechsmal war er Weltmeister, zweimal Europameister.

Die Paralympics-Medaille bedeute ihm aber "sehr viel", nachdem er bei Olympia in London als großer Gold-Favorit leer ausgegangen war.

Möglicherweise setzt er seine Karriere sogar fort. "Jetzt könnte ich mit ruhigem Gewissen abtreten. Könnte! Ich habe immer noch Spaß am Radsport", sagte der Polizeimeister mit einem Schmunzeln.

Das Niveau im Bahnradsport bei den Paralympics bezeichnete Nimke als "enorm. Da sind viele ehemalige Topsprinter als Piloten unterwegs. Das ist abartig schnell."

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