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Weißrussische Sportler zeigen aus Solidarität die Fahne des gesperrten Russlands © dpa Picture-Alliance

Der Sprecher von Präsident Putin lobt das Tragen der russischen Fahne durch die weißrussischen Sportler als "Zeichen der Solidarität". Sie sollen sogar einen Orden bekommen.

In höchsten Tönen hat Russlands Staatspräsident Wladimir Putin Weißrusslands Solidaritäts-Protest bei der Paralympics-Eröffnung in Rio de Janeiro für Russlands ausgeschlossene Athleten feiern lassen.

"Diese Tat verdient Bewunderung", erklärte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow: "Wir bewerten dieses Zeichen der Solidarität mit unseren Paralympiern, die unverdientermaßen und unfair um ihre Chance auf eine Teilnahme an den Paralympics gebracht worden sind, sehr hoch. Vom Standpunkt der Menschlichkeit ist das auf das Höchste einzuschätzen."

Mitglieder des weißrussischen Teams hatten am Mittwoch bei der Paralympics-Eröffnungsfeier eine russische Flagge in Rios Maracana-Stadion getragen. Die Aktion war ein Protest gegen den Ausschluss von Russlands kompletter Paralympics-Mannschaft wegen Staatsdopings. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zog die Flagge umgehend ein und behielt sich Sanktionen gegen Weißrusslands Delegation wegen des politischen Hintergrunds des Vorgangs vor.

Schon vor Putin-Sprecher Peskow hatte die Führung von Russlands Paralympischen Komitee (RPC) mit demonstrativer Dankbarkeit auf die Geste der Weißrussen reagiert.

"Ich kann den weißrussischen Athleten, die unsere Flagge ins Stadion getragen haben, nur danken. In diesen schwierigen Zeiten haben sie an uns und an Gerechtigkeit erinnert und daran, dass Politik aus sportlichen Wettbewerben herausgehalten werden sollte, vor allem bei den Paralympics, die eine besondere menschliche Bedeutung haben", sagte RPC-Cheg Wladimir Lukin am Rande der Allrussischen Spiele, die extra für Russlands ausgeschlossene Paralympier in Moskau veranstaltet werden.

Lukins Stellvertreterin Rima Batalowa schlug eine Auszeichnung der weißrussischen Athleten mit dem russischen Orden der Freundschaft vor. "Wenn die RPC-Vizepräsidentin meint, dass wir das tun sollten, stehen ihr alle Wege für eine solche Initiative offen", meinte Peskow dazu.

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