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FBL-GER-BUNDESLIGA-BERLIN-HOFFENHEIM
Die Hertha gewinnt auch ohne Schuss aufs Tor gegen Hoffenheim © Getty Images

Nie war eine Partie statistisch langweiliger als die zwischen Hertha und Hoffenheim. Am Ende gewinnen die Berliner ohne einen einzigen Schuss aufs Tor. Die Daten.

So einen Langweiler hat die Bundesliga noch nie erlebt.

Im Sonntagsspiel zwischen Hertha BSC und 1899 Hoffenheim (1:0) brachten die beiden Teams so wenige Torschüsse zustande wie bislang nur ein einziges Spiel seit Beginn der Datenerfassung.

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Gerade einmal acht Torschüsse gaben die Mannschaften ab. Das ist gemeinsam mit der Begegnung Hansa Rostock gegen den Hamburger SV aus dem Jahr 2012 historischer Negativwert. Keiner der Versuche kam auf das gegnerische Tor, auch das ein Novum, sodass die beiden Torhüter letztlich keinen einzigen Ball parierten. 

Stevens' Null steht vorne 

Dass die Hertha trotz nur eines einzigen Torschusses (selbstredend Saisonnegativwert aller Bundesligisten) gewann, lag am Eigentor von Hoffenheims Eugen Polanski, der damit das 400. Gegentor der Hoffenheimer Bundesligageschichte fabrizierte.

Die Hertha ist damit die einzige Mannschaft überhaupt, die mit einem einzigen Torschuss - ein weit am Tor vorbeisegelnder Versuch von Salomon Kalou - ein Bundesligaspiel gewinnen konnte und erst die zweite Überhaupt, die ohne einen eigenen Schuss auf das Tor gewann (zuvor nur der HSV im Mai 2006).

Für Huub Stevens war Polanskis Eigentor der erste Gegentreffer seiner Amtszeit als Hoffenheim-Trainer. Dafür steht vorne auch nach drei Spielen weiter die Null. Insgesamt wartet Hoffenheim nun schon seit 396 Minuten auf ein Tor – Vereinsnegativrekord.

Stevens ist damit auch der erste Trainer überhaupt, der in seinen ersten drei Partien als Hoffenheimer Trainer keinen Sieg einfuhr.

Rekorde für Ingolstadt

Im zweiten Sonntagsspiel zwischen dem FC Ingolstadt und dem SV Darmstadt bedeutete die Gästeführung durch Aytanc Sulu das 100. Bundesligator der Darmstädter Vereinsgeschichte.

Es war bereits das siebte Darmstädter Saisontor nach einer Standardsituation. Insgesamt erzielten die Lilien damit 50 Prozent ihrer Saisontore aus Standards. 

In der zweiten Halbzeit schlugen dann die Ingolstädter zurück, erzielten erstmals in ihrer Bundesligahistorie drei Tore und gewannen schließlich mit 3:1. Das ist der bislang höchste Ingolstädter Sieg in der Bundesliga. Robert Bauer traf mit seinem ersten Bundesligatorschuss überhaupt im fünften Spiel zum 1:1, Stürmer Moritz Hartmann gelang im Anschluss als erstem FCI-Spieler ein Doppelpack in der höchsten deutschen Spielklasse.

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