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Javier Martinez
Javier Martinez (l.) erzielte seinen ersten Bundesligatreffer seit Mai 2013 © Getty Images

Javier Martinez erlebt beim Auswärtssieg auf Schalke ein seltenes Glücksgefühl. "Arbeiter" Arjen Robben glänzt in neuer Rolle. Schalker Mühen werden nicht belohnt. Daten.

Bezeichnenderweise ebnete ein Defensivspieler dem FC Bayern München den Weg zum 3:1-Arbeitssieg beim FC Schalke 04. Obendrein beendete Javier Martinez mit seinem Treffer zum 2:1 eine persönliche Durststrecke.

Für den Spanier war es der erste Bundesligatreffer seit Mai 2013 - beim 4:3-Sieg damals in Gladbach saß noch Jupp Heynckes auf der Trainerbank der Bayern. Insgesamt war es erst sein viertes Bundesligator.

Der in den vergangenen zwei Jahren von Verletzungen gebeutelte Martinez kämpft sich allmählich zurück zu alter Stärke. Im Duell mit Schalke zählte der 27-Jährige zu den Aktivposten. Seine 131 Ballaktionen wurden nur von Arturo Vidal und Xabi Alonso übertroffen. Nachholbedarf hat Martinez allerdings noch in Sachen Zweikämpfen: 40 Prozent gewonnene Duelle sind für einen Verteidiger kein Ruhmesblatt.

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Neue Rolle für Robben

Arjen Robben, der Martinez' Treffer vorbereitete, glänzte derweil in einer ungewohnten Rolle als Arbeiter. Die Torvorlage des Niederländers war dessen erster Assist in der laufenden Saison überhaupt. Für einen Offensivspieler gewann er zudem gute 58.3 Prozent seiner Zweikämpfe.

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Thomas Müller machte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Deckel drauf und schoss sich mit seinem 83. Bundesligator und stieß damit in die Top 10 der ewigen Torjägerliste der Bayern vor.

Bitterer Abend für Neuer

Etwas ärgerlich verlief der Abend hingegen für Bayern-Keeper Manuel Neuer: An alter Wirkungsstätte rutschte ihm der einzige Torschuss der Schalker, der direkt auf seinen Kasten kam, durch die Hände. Der Gegentreffer von Max Meyer beendete Bayerns Auswärtsserie von zuvor 465 Minuten ohne Gegentreffer.

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Schalke hielt größtenteils tapfer dagegen - die 118,4 Kilometer Laufleistung bedeuteten Saisonrekord für das Team von Andre Breitenreiter. Dennoch warten die Königsblauen nun bereits sieben Pflichtspiele auf einen Sieg - eine solch lange Durststrecke gab es zuletzt vor drei Jahren.