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Philipp Gruissem, Marvin Rettenmaier, George Danzer, Ole Schemion und Christopher Frank (v.l.) spielen beim Global Poker Masters für Deutschland
Philipp Gruissem, Marvin Rettenmaier, George Danzer, Ole Schemion und Christopher Frank (v.l.) spielen beim Global Poker Masters für Deutschland © SPORT1 / Neil Stoddart

München - Beim Global Poker Masters (Sa. und So. im LIVESTREAM) ist Action garantiert. George Danzer kündigt bei SPORT1 den Gewinn der Team-WM an - auch wegen eines Wunderkinds.

Im Kampf um die Millionen sind Pokerprofis normalerweise ausgemachte Einzelkämpfer.

Doch beim Global Poker Masters auf Malta (Samstag und Sonntag ab 11.30 Uhr im LIVESTREAM) tun sich die besten Spieler der acht stärksten Poker-Nationen zusammen, um sich den Titel als Teamweltmeister zu sichern.

George Danzer ist einer von fünf Spielern der deutschen Mannschaft. Der Gewinner von drei Siegerarmbändern bei der World Series of Poker freut sich auf das Turnier: "Ich mag solche Team-Events immer gerne, bei denen es nicht primär ums Geld geht, sondern um die Competition. Und wenn man dann noch mit super Leuten Deutschland vertreten kann, ist das noch ein bisschen besser", sagte Danzer bei SPORT1.

Deutschland baut auf Schemion

Für Deutschland treten zudem Ole Schemion, Philipp Gruissem, Marvin Rettenmaier und Christopher Frank an.

Schemion dürfte für das deutsche Team die stärkste Waffe sein. Vor ihm ist bei den großen Live-Turnieren derzeit kein Preisgeld sicher. Schemion steht im Global Poker Index, der Weltrangliste der Pokerprofis, auf Platz eins. Der 22-Jährige gewann bisher rund 7,8 Millionen Dollar bei Turnieren.

Für Danzer ist Schemions Erfolgsrezept dessen Professionalität: "Was ihn so erfolgreich macht, ist hauptsächlich seine Einstellung, wie hart er an seinem Spiel arbeitet und wie viele Turniere er spielt", erklärte der Profi aus dem TEAM POKERSTARS.

"Happy mit dem Team"

Philipp Gruissem und Marvin Rettenmaier sind bei den Turnieren rund um den Globus ebenfalls bekannte Gesichter. Gruissem gewann mit rund 9,5 Millionen Dollar an Preisgeldern sogar noch mehr als Wunderkind Schemion.

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Christopher Frank dagegen ist ein aufstrebendes Talent, der seine Klasse beispielsweise schon durch seine Teilnahme am Final Table des EPT-Events in London 2013 unter Beweis stellen konnte.

Wegen der starken Besetzung gilt Deutschland als Mitfavorit auf den Titel, die Stimmung im Team ist gut: "Wir haben schon im Januar darüber gesprochen, als feststand, wer teilnimmt. Die anderen sind auch happy mit dem Team", sagte Danzer.

Premiere des Global Poker Masters

Das Global Poker Masters wird zum ersten Mal ausgetragen und findet am Rande des Events der European Poker Tour im eleganten Portomaso Casino von St. Julian's statt.

Das Turnier erstreckt sich über zwei Tage, der Modus ist außergewöhnlich: An Tag 1 wird das Teilnehmerfeld auf acht Tische aufgeteilt, an denen jeweils ein Spieler aus jedem Land sitzt. Nach jeweils zweieinhalb Stunden wird die Zusammensetzung der Spieler neu ausgelost. Jeder Spieler hat nur 30 Sekunden, um über seine nächsten Zug nachzudenken - Action ist also garantiert.

Am Ende des ersten Tages werden die Chips gezählt. Das beste Team zieht direkt ins Halbfinale ein, das schlechteste fliegt aus dem Turnier.

An Tag 2 wird zunächst nach einer Reihe von Heads-Up-Duellen im Eins-gegen-Eins ein weiteres Team eliminiert. Danach schicken die verbleibenden sechs Teams einen Spieler als Vertreter ins Halbfinale, dort wird so lange gespielt bis nur noch zwei Teams übrig sind. Das Finale wird wieder mit allen Spielern in Eins-gegen-Eins-Duellen ausgetragen.

USA und Italien gefährlich

Die deutsche Mannschaft muss sich mit den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Russland, Italien und der Ukraine messen.

Danzer ist zuversichtlich: "Wir sollten das schon gewinnen. Wir haben Ole, auf den kann man sich immer verlassen. Wenn er ein paar Chips an den Finaltisch bringt, dann sollte er das schon heimfahren. Wir wollen den Titel nach Deutschland holen."

Als schärfste Konkurrenten sieht der 31-Jährige die USA, die unter anderem mit Bryn Kenney und Vanessa Selbst antreten, sowie Italien.

"Auf dem Papier sind natürlich die Amerikaner ziemlich stark. Aber ich glaube, dass man die Italiener nicht unterschätzen darf. Da kenne ich auch zwei, drei Spieler, besonders Mustapha Kanit und Dario Sammartino. Die beiden sind extrem stark und auch sehr schwer einzuschätzen", so Danzer: "Also, ich würde sagen: Deutschland, USA und Italien auf den Plätzen eins, zwei und drei."

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