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Michele Ferrari steht im Verdacht in Geldwäsche verwickelt zu sein
Michele Ferrari steht im Verdacht in Geldwäsche verwickelt zu sein © getty

Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Padua wirft einer kriminellen Organisation um den italienischen Dopingarzt Michele Ferrari auch Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor. Seit 2010 führt die Staatsanwaltschaft bereits Ermittlungen gegen mehrere Radprofis, Sportmanager, Ärzte und Geschäftsleute durch.

Die neuen Anschuldigungen, die auf seit 2012 bekannten Verdächtigungen beruhen, gehen aus Untersuchungen hervor, welche die Staatsanwälte in Padua in einem 550-seitigen Dossier zusammengefasst haben. Die Organisation um Ferrari soll in den letzten Jahren 30 Millionen Euro umgesetzt und das aus auf Doping basierenden Radsporterfolgen stammende Geld auf Bankkonten in der Schweiz versteckt haben, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Dabei wurden auch über intransparente Immobilientransaktionen hohe Summen gewaschen.

Drahtzieher der Organisation ist nach Angaben der Ermittler Radsportmanager Raimondo Scimone, der Profis mit Sponsoren und Teams in Verbindung gebracht habe. Die Ermittler beschlagnahmten die Bilanzen der Jahre 2008 von 2011 mehrerer Radsportteams, darunter Gerolsteiner, Rabobank, Tinkoff, Astana, Quick Step, Geox, Colnago und Farnese.

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