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Tony Martin wurde dreimal in Folge Weltmeister im Zeitfahren
Tony Martin war beim Einzelzeitfahren erneut nicht zu bezwingen © getty

Mit seinem fünften deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren holt sich Martin Selbstvertrauen für den Tour-de-France-Auftakt. Der Abstand zur Konkurrenz ist riesig.

Top-Favorit Tony Martin hat ungefährdet seinen fünften deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren gewonnen und sich damit noch einmal Selbstvertrauen für den Tour-de-France-Auftakt am 4. Juli in Utrecht/Niederlande geholt.

Der 30-Jährige siegte am Freitag im südhessischen Einhausen zugleich nach 2013 und 2014 zum vierten Mal in Folge.

Nach 45 Kilometern verwies Martin die chancenlosen Nikias Arndt (Buchholz/Giant-Alpecin) und Stefan Schumacher (Nürtingen/CCC Sprandi) auf die nächsten Ränge.

Der Profi des belgischen Teams Etixx-Quick Step legte die Strecke mit einem Durchschnittstempo von 51,743 km/h zurück und hatte in 52:10 Minuten einen Vorsprung von 2: 10 Minuten auf Arndt.

Für den gebürtigen Cottbuser war das Rennen die Generalprobe für das Tour-Zeitfahren am Samstag in einer Woche. Dort will sich Martin einen Lebenstraum erfüllen und mit einem Sieg erstmals in seiner Laufbahn in das begehrte Gelbe Trikot schlüpfen.

Seine bisher besten Gelegenheiten dazu hatte Martin 2012 im belgischen Lüttich und 2010 ebenfalls in den Niederlanden in Rotterdam nicht genutzt.

Auf dem topfebenen und technisch kaum anspruchsvollen Kurs spielte Martin seine Fähigkeiten überlegen aus. Der viermalige Tour-Etappensieger zeigte sich trotz der kaum vorhandenen Konkurrenz in starker Verfassung.

In der U23-Klasse holte sich Lennard Kämna (Wedel) den Titel. Im vergangenen September war das erst 18 Jahre alte Top-Talent im spanischen Ponferrada Junioren-Weltmeister geworden.  

Die amtierende Zeitfahr-Weltmeisterin Lisa Brennauer (Kempten/Velocio-SRAM) hat derweil ihren dritten deutschen Meistertitel in Serie verpasst.

Die 27-Jährige musste sich nach 30 Kilometern im Einzelzeitfahren überraschend ihrer 21 Jahre alten Teamkollegin Mieke Kröger aus Bielefeld geschlagen geben.

Auf Rang drei kam die 33-jährige Trixi Worrack (Cottbus), die ebenfalls für das amerikanische Team Velocio-SRAM fährt, das einen Dreifacherfolg feierte.

Kröger distanzierte die Top-Favoritin Brennauer in 39:37 Minuten um deutliche 38 Sekunden. Damit dürfte der Zeitfahr-WM-Vierten des Vorjahres ein Startplatz bei den Weltmeisterschaften Ende September in Richmond/USA sicher sein.

Brennauer (40:16 Minuten) ist als Titelverteidigerin ohnehin gesetzt. Ex-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel (41/Gera) belegte den vierten Platz.

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