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Christopher Froome hat mit seinem Sky-Team noch viel vor
Chris Froome fuhr im Gelben Trikot nach Paris © Getty Images

Die internationale Presse zeigt nach seinem Sieg bei der Tour de France Respekt vor Chris Froome. Er sei trotz Anfeindungen, Spuck-Attacken und Buh-Rufen ein verdienter Champion. Der Brite habe in "in den drei Wochen so ziemlich alles aushalten müssen".

Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Armer Chris Froome, britischer Lord, der in Afrika aufgewachsen ist. Er gewinnt seine zweite Tour, kann sie aber nicht genießen. Er hat in einem schrecklichem Umfeld seine Tour bestritten zwischen Urin, Spucke, Beleidigungen und Buh-Rufen."

Corriere dello Sport: "Froome hat trotz voreingenommener Medien und gegen Zuschauer gewonnen, die ihn schwer beleidigt haben. Er hat das alles mit dem Stil eines Edelmannes gemeistert. Perfekt wie Froome ist auch sein ganzes Sky-Team, das nichts dem Zufall überlassen hat."

Republica: "Paris empfängt Froome ohne Enthusiasmus und ohne Feindseligkeit. Die letzten Bilder des Rennens, mit Froome in großen Schwierigkeiten auf der Alpe d'Huez, haben den Briten menschlicher gemacht. Er hatte nichts mehr von dem außerirdischen Radfahrer oder Supermenschen. Menschlicher heißt: weniger suspekt vor Augen der Zuschauer und TV-Kommentatoren, die ihn bereits gedemütigt und verurteilt haben. Weder Froome noch sein Sky-Team werden jemals einen Preis für ihre Sympathien gewinnen."

Corriere della Sera: "Paris verbeugt sich vor Froome, der Computer-Radprofi aus Afrika, der zum zweiten Mal zum Tour-König gekrönt worden ist. Der Stärkste hat gewonnen. Gewonnen hat der Profi mit den besten Teamkollegen und derjenige, der bei dieser Tour am geringsten vom Pech verfolgt worden ist."

SPANIEN

Marca: "Fantastischer Froome. Er erobert seine zweite Tour. Quintana und Valverde komplettieren das Podium in Paris, Greipel holt sich seinen vierten Etappensieg: Die Tour 2015 war die der "Fantastischen Vier". Die diesjährige Ausgabe wurde im Laufe der Zeit immer besser. Contador hatte den Giro in den Beinen und es zeigte sich, dass es seinerseits eine riskante Herausforderung war."

AS: "Der abschließende Sprint war das i-Tüpfelchen beim Toursieg des Briten Froome. Die Tour hat gezeigt, dass die Gegenwart Froome und die Zukunft Quintana gehört. Die Frage ist nur, wann die Wachablösung stattfindet. Für Contador wird es schwer, wieder in die Erfolgsspur zu finden."

SPORT: "Der Brite Froome krönt sich in Paris, nachdem es sich schon in den Pyrenäen angedeutet hatte. Nur Quintana hat diesmal versucht gegenzuhalten. Der Giro-Sieg war das Ende von Contador bei der Tour."

ENGLAND

Daily Express: "King of the Road. Chris Froome fegte über die Ziellinie der Tour de France und in die Geschichtsbücher."

Telegraph: "Es war die wahrscheinlich übellaunigste und antagonistischste Tour de France der jüngeren Vergangenheit. Froome kam in die Lichterstadt weniger mit dem Gefühl, ein Champion zu sein, als eine Persona non grata, verleumdet und geächtet, der Prügelknabel in einer unverschuldeten Kontroverse."

Guardian: "Froome besiegt den Regen (und den Sturm) und gewinnt die Tour. Das Armstrong-Erbe bleibt giftig - das zeigte sich in dem Misstrauen gegenüber Froome und Sky."

FRANKREICH

L'Equipe: "Froome kämpft sich an allen Fronten durch, gegen all die Verdächtigungen und die Kontroversen um seine Mannschaft."

Le Monde: "Greipel ist der König der Champs Elysees, Froome der Souverän der Tour de France."

Le Figaro: "Der Sieg eines Ungeliebten. Froome war das bewegliche Ziel: Froome hat in den drei Wochen so ziemlich alles aushalten müssen."

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