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Le Tour de France 2015 - Dritte Etappe - Sturz
EIn schwerer Sturz überschattet die dritte Etappe der Tour de France 2015 © Getty Images

Auf der dritten Etappe der Tour de France sorgt ein schwerer Crash für Bestürzung. Neben dem Dritten des Gesamtklassements ist auch der Träger des Gelben Trikots involviert.

Die dritte Etappe der 102. Tour de France ist am Montag von einem schweren Sturz überschattet und zwischenzeitlich gestoppt worden.

Rund 60 km vor dem Ziel ging William Bonnet aus der französischen FDJ-Equipe zu Boden, nachdem er das Rad eines Kollegen touchiert hatte, und löste eine Kettenreaktion aus.

In den Crash involviert war in Fabian Cancellara (Schweiz/Trek) auch der Träger des Gelben Trikots.

Das Rennen wurde im Anschluss an den Vorfall neutralisiert, das Peloton kam um 16.06 Uhr zum Stillstand.

Kurze Zeit später konnte die Etappe zu Ende gefahren werden. Der Spanier Joaquim Rodriguez triumphierte, Tony Martin verpasste das Gelbe Trikot nur knapp.

Cancellara, der das "Maillot jaune" gegen den deutschen Radprofi Tony Martin (Etixx-QuickStep) verteidigen muss, stieg wieder auf sein Rad und kehrte ins stehende Feld zurück. Nach einer zehnminütigen Pause setzte sich der Tross wieder in Bewegung.

Jens Zemke, Sportdirektor beim afrikanischen Team MTN-Qhubeka, unterstützte das Vorgehen des Veranstalters ASO.

"Das war ein Riesen-Massensturz mit cirka 50 Fahrern. Ich habe vollstes Verständnis für die Entscheidung, sonst wäre noch mehr Panik ausgebrochen. Es ist das erste Mal, dass so etwas passiert", sagte Zemke in der ARD.

Für Tom Dumoulin (Giant-Alpecin), Dritter des Gesamtklassements, war die Rundfahrt allerdings beendet. Der Niederländer stieg verletzt in einen Krankenwagen.

Auch der frühere Sanremo-Sieger Simon Gerrans (Australien/Orica) sowie Bonnet mussten das Rennen aufgeben.

Dumoulin, Bonnet, Gerrans und der ebenfalls in den Sturz involvierte Debütant Dmitri Kosontschuk (Russland/Katjuscha) sind dadurch auch zur Aufgabe bei der Tour gezwungen.

Damit sind lediglich noch 194 von 198 am Samstag in Utrecht gestarteten Radprofis im Rennen.

Die Liste wird sich nach dem 159,5 km langen Teilstück in Belgien von Antwerpen nach Huy möglicherweise noch verlängern. Viele Fahrer, darunter auch Cancellara, stiegen nur unter Schmerzen wieder auf ihr Rad.

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