vergrößernverkleinern
USA Pro Challenge - Press Conference
Ivan Basso stand bei der Tour de France 2004 und 2005 auf dem Podest © Getty Images

Die Hodenkrebs-Diagnose bei Radprofi Ivan Basso löst in seiner italienischen Heimat Bestürzung aus, aber auch große Anteilnahme und viel Unterstützung. Die Pressestimmen.

Nach der Bekanntmachung seiner Hodenkrebs-Diagnose hat der italienische Radprofi Ivan Basso in seiner Heimat bestürzte Reaktionen ausgelöst, aber auch große Anteilnahme und viel Unterstützung erfahren.

"Forza Ivan! Bassos Drama erschüttert die Tour de France", schrieb die Gazzetta dello Sport: "Jetzt steht Basso vor seinem härtesten Rennen, dem Rennen um sein Leben."

Tour-Titelverteidiger Vincenzo Nibali sprach seinem Landsmann Mut zu. "Als ich davon erfahren habe, dachte ich zuerst, es sei ein Scherz", sagte der 30-Jährige: "Ich hoffe, dass alles gut läuft, für ihn und seine Familie. Jetzt zählen sie, der Rest ist nicht mehr wichtig."

Corriere dello Sport empfand die Mitteilung als "Schock für Bassos Fans". Die Tageszeitung verwies auf die "starke Energie" des 37-Jährigen, "sich nach negativen Phasen aufzuraffen. Sein Talent, seine Entschlossenheit und sein Charakter haben ihm bisher geholfen, die Hürden des Lebens zu überwinden." Selbst in der schwierigsten Phase des Dopings habe er den Neubeginn geschafft: "Das wird auch diesmal der Fall sein."

Tuttosport verglich Bassos Situation mit der des tief gefallenen Lance Armstrong. Basso stünde jetzt wie Mitte der 1990er Jahre der Texaner "vor seiner schwierigsten Etappe. Gib nicht auf, Ivan. Die Herausforderung ist enorm", schrieb das Blatt, und sieht "die vielen Fans, die ihn in all seinen Jahren mit vielen Licht- und Schattenseiten unterstützt haben" an Bassos Seite.

La Repubblica registrierte Bassos "Adieu Tour de France. Jetzt heißt es, das Rennen um die Gesundheit zu gewinnen."

Der Helfer aus dem Team Tinkoff-Saxo des Spaniers Alberto Contador hatte am ersten Ruhetag der 102. Frankreich-Rundfahrt von seiner Schreckensdiagnose berichtet. Der zweimalige Sieger des Giro d'Italia trat zur zehnten Etappe nicht mehr an und begab sich stattdessen umgehend nach Mailand in ärztliche Behandlung.

"Letztendlich habe ich Glück gehabt. Der Radsport hat mir geholfen, etwas zu entdecken, was ich sonst nicht bemerkt hätte", sagte Basso bei seiner Rückkehr nach Italien am Mailänder Flughafen: "Jetzt werden wir sehen, wie sich die Situation entwickelt. Sie ist heikel, ich werde sie aber mit Optimismus und einem Lächeln bewältigen."

Die Erkrankung war infolge eines Sturzes festgestellt worden, bei dem sich Basso einen Hodenquetschung zuzog. Nach seiner Ankunft in Mailand sagte Basso dem TV-Sender Sky, die Situation sei "heikel, aber ich werde sie mit Optimismus und einem Lächeln angehen. Am Ende hatte ich noch Glück: Der Radsport hat mir geholfen, etwas zu entdecken, was ich sonst niemals bemerkt hätte."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel