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Christopher Froome gewann 2013 und 2015 die Tour de France © Getty Images

Der umstrittene Sieger der Tour de France will sich als Sprachrohr für sauberen Radsport profilieren. Die Anfeindungen während der Tour beschäftigen ihn noch immer.

Tour-Sieger Christopher Froome (30) will das "Sprachrohr für sauberen Radsport" seiner Generation sein.

"Ich bin glücklich darüber, mehr Informationen veröffentlichen zu können und zu zeigen, dass die Leute den Leistungen vertrauen können", sagte Froome im Interview mit der BBC: "Wenn ich die Tour de France sauber gewinnen kann, kann jedes Radrennen der Welt sauber gewonnen werden."

Froome und sein Team Sky hatten während der Tour aktuelle Leistungsdaten veröffentlicht, um den Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des gebürtigen Kenianers zu begegnen.

Die Anfeindungen, denen Froome auf der großen Schleife in Frankreich ausgesetzt war, beschäftigen ihn jedoch noch immer. "So etwas sollte kein Sportler erleben müssen. Ich meine, dass man mit Urin beworfen wird, Richie Porte wurde geschlagen und ich bespuckt. Das darf nicht passieren", sagte Froome.

Groll gegen die französischen Zuschauer hegt Froome nicht: "Bei zwölf Millionen Fans, die zur Tour gekommen sind, waren weniger als ein Prozent gegen Sky, auch wenn sie manchmal lauter waren als die große Mehrheit."

Während Froome glaubt, die Tour de France nach 2013 und 2015 noch fünf weitere Male gewinnen zu können ("Warum nicht?"), dämpft er die Erwartungen für die nächste große Rundfahrt, die Vuelta in Spanien (22. August bis 13. September).

"Ich mache keine großen Versprechen oder lege mir die Latte selbst zu hoch", sagte Froome: "Ich werde mein Bestes geben. Wenn es klappt: schön. Wenn nicht, werde ich bestimmt jemandem im Team helfen können."

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