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Le Tour de France 2015 - Stage Nine
Das Team Astana während des Team-Zeitfahrens bei der Tour de France © Getty Images

Die Bewegung für glaubwürdigen Radsport (MPCC) hat dem kasachischen Skandal-Team Astana die Mitgliedschaft endgültig entzogen. Konsequenzen hat das für das Team erst einmal nicht.

Der MPCC-Vorstand hält damit seine Position in Bezug auf den umstrittenen Start des Niederländers Lars Boom bei der 102. Tour de France im Juli aufrecht. Kurz darauf war das Team zunächst vorläufig ausgeschlossen worden.

Der 29-jährige Boom hatte im Vorfeld der Frankreich-Rundfahrt einen zu niedrigen Cortisol-Wert aufgewiesen. Nach Artikel 9 der MPCC-Bestimmungen zieht dies eine vorsorgliche Sperre von acht Tagen nach sich, sie soll in erster Linie dem Schutz der Gesundheit des Fahrers dienen.

Astana, das nach fünf positiven Dopingfällen im Umfeld des Teams lange um seine Lizenz für die laufende Saison hatte bangen müssen, ignorierte das Reglement und schickte Boom beim Grand Depart in Utrecht ins Rennen.

Die MPCC-Richtlinien sind für die Teams rechtlich nicht bindend, sondern liegen lediglich einer freiwillige Übereinkunft zugrunde. Nach Reglement des Weltverbandes UCI, das sich auf den WADA-Kodex stützt, sprach damals nichts gegen einen Start Booms.

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