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Tony Martin gibt im Zeitfahren alles
Tony Martin gibt im Zeitfahren alles © Getty Images

Er gilt als bester Zeitfahrer der Welt, doch bei der WM reicht es für Tony Martin mit seiner Quick-Step-Mannschaft im Teamwettbewerb nur zu Silber.

Tony Martin und sein Quick-Step-Express haben im WM-Mannschaftszeitfahren trotz einer starken Vorstellung erneut gegen das Team BMC Racing den Kürzeren gezogen. Ein Jahr nach der Schlappe in Spanien hatte der Zeitfahr-Spezialist mit seiner belgischen Equipe beim Auftakt der Straßenrad-WM im amerikanischen Richmond/Virginia nach einem aufreibenden Kampf das Nachsehen und musste sich mit Rang zwei begnügen.

Quick Step blieb nach 38,6 km elf Sekunden hinter Titelverteidiger BMC Racing, der Martin und Co. schon vor zwölf Monaten entthront hatte. Für Quick Step und den gebürtigen Cottbuser bleibt es bei zwei WM-Triumphen (2012, 2013) seit der Premiere des Wettbewerbs im Jahr 2012. Dritter wurde das spanische Team Movistar mit dem Freiburger Jasha Sütterlin (22).

"Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir sind hierher gekommen, um Gold zurückzuholen. Jetzt ist es der zweite Platz geworden. Am Ende ist es egal, ob Silber oder Bronze", sagte Martin.

Auf den Höhepunkt fokussiert

Das Rennen war dennoch eine ideale Generalprobe für Martins Titelmission im Einzelzeitfahren am Mittwoch. Insbesondere, weil sich der 30-Jährige von seinem schweren Sturz bei der Tour de France gut erholt zeigte und bei perfekten äußeren Bedingungen mit feinem Tempogefühl den Rhythmus seiner Mannschaft bestimmte. Gegen den neuen und alten Weltmeister, der auch bei der Tour de France das Mannschaftszeitfahren gewonnen hatte, war das jedoch nicht genug.

Seit dem Aus im Gelben Trikot vor gut zweieinhalb Monaten hatte Martin nur wenige Wettkämpfe bestritten und sich voll auf die WM fokussiert. Und auch wenn Martins Höhepunkt noch bevorsteht, war er für seinen ersten WM-Auftritt hoch motiviert. "Ich habe Spaß daran, mit dem Team erfolgreich zu sein", hatte Martin im Vorfeld gesagt.

"Alles andere als Gold ist Enttäuschung"

Neben einer letzten Standortbestimmung für Martin lockte die WM-Revanche gegen das amerikanische Team BMC. Quick Step hatte dafür enormen Aufwand betrieben und weilte schon eine knappe Woche im WM-Ort. "Das Ziel ist, den Titel wiederzuholen", sagte Martin, der vor der Start sehr gelöst wirkte.

Am Mittwoch kann der gebürtige Cottbuser nach Titeln mit dem Schweizer Fabian Cancellara gleichziehen, der diesmal verletzt fehlt. Den vierte WM-Triumph im Einzelzeitfahren hat er fest im Visier. "Alles andere als Gold ist Enttäuschung", sagte Martin.

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