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Marcel Kittel wird das rosa Trikot des Spitzenreiters einstweilen nicht mehr tragen © Imago

Der Sprintstar verliert beim Giro d'Italia auf der vierten Etappe viel Zeit auf die Spitze und muss das Trikot des Gesamtführenden einen Tag vor seinem 28. Geburtstag abgeben.

Der Traum vom Geburtstag in Rosa ist für den deutschen Topsprinter Marcel Kittel beim 99. Giro d'Italia geplatzt.

Der gebürtige Arnstädter vom Team Etixx-QuickStep kam auf der vierten Etappe über 200 km von Catanzaro nach Praia a Mare mit einem Rückstand von 8:10 Minuten hinter dem italienischen Tagessieger Diego Ulissi (Lampre-Merida) ins Ziel und verlor das "Maglia Rosa" des Gesamtführenden damit an den zweitplatzierten Niederländer Tom Dumoulin (Giant-Alpecin).

Am Mittwoch vollendet Kittel sein 28. Lebensjahr, und eigentlich wollte er den Tag im rosafarbenen Führungs-Dress begehen. "Ich wollte das Trikot eigentlich so lange wie möglich verteidigen, aber das war ein sehr harter Tag für mich und das Tempo hat es mir unmöglich gemacht", sagte Kittel bei Eurosport: "Es ist aber schön, einmal in Rosa gewesen zu sein, denn jetzt fühle ich mich ein bisschen mehr italienisch."

Auf dem welligen Kurs hatte Sprinter Kittel am zweiten längeren Anstieg den Kontakt zur Spitze und kam letztlich mit einer Gruppe von abgehängten Fahrern als 142. ins Ziel. Als kleines Trostpflaster für das verlorene "Maglia Rosa" darf er auf dem fünften Teilstück über 233 km von Praia a Mara nach Benevento immerhin das Rote Trikot des besten Sprinters tragen.

Kittel hatte beim Giro-Auftakt in den Niederlanden mit zwei Siegen in den Massensprints auf der zweiten und dritten Etappe als erster Deutscher seit zehn Jahren das Rosa Trikot erobert. Letzte deutsche Gesamtführende der Italien-Rundfahrt waren Stefan Schumacher und Olaf Pollack im Jahr 2006, einschließlich Kittel ist das Kunststück bisher nur sieben deutschen Fahrern gelungen. 

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