vergrößernverkleinern
John Degenkolb fährt in der kommenden Saiosn für Trek-Segafredo
John Degenkolb fährt für das Team Giant-Alpecin © Getty Images

Der deutsche Radprofi John Degenkolb benimmt sich bei der WM daneben. Während des Straßenrennens bespritzt er einen belgischen Rivalen mit Wasser. Sagan verteidigt Titel.

Der deutsche Radprofi John Degenkolb hat bei der WM in Katar für einen Skandal gesorgt.

Beim Straßenrennen spritzte er dem belgischen Kontrahenten Jens Debusschere Wasser ins Gesicht und beschimpfte ihn wild gestikulierend.

Belgische Sabotage

Hintergrund: Degenkolb ärgerte sich über die Fahrweise des Belgiers, der deutsche Aufholversuche bewusst sabotierte.

Degenkolb versuchte die Verfolgergruppe mit dem deutschen Medaillenkandidaten Andre Greipel zurück an die Spitze zu bringen.

In dieser befand sich mit zwei Minuten Vorsprung der Belgier Tom Boonen, Teamkollege Debusscheres.

Als Degenkolb das Tempo anzog, setzte sich Debusschere vor die restlichen Fahrer der Verfolgergruppe und bremste diese aus.

Da platzte dem Deutschen der Kragen. Er ließ sich wieder zurückfallen, nahm seine Trinkflasche und spritzte dem Belgier einen Wasserstrahl gezielt ins Gesicht.

Kurz danach gab Degenkolb das Rennen bei extrem heißen Bedingungen vorzeitig auf.

Sagan gewinnt Gold

Debusscheres Sabotage-Aktion zahlte sich ein wenig aus.

Boonen gewann am Ende immerhin Bronze hinter dem Slowaken Peter Sagan und dem Briten Mark Cavendish.

Die deutschen Radfahrer dagegen warten nach dem Triumph von Rudi Altig 1966 weiterhin auf den nächsten WM-Titel im Straßenrennen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel