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Thomas Dekker sorgt mit seiner Biografie für Aufregung © Getty Images

Thomas Dekker sorgt mit seiner Biografie weiter für Aufregung. Nach seinen pikanten Geständnissen drohen dem ehemaligen Radprofi mehrere Klagen.

Dem ehemaligen niederländischen Radprofi Thomas Dekker droht nach der Veröffentlichung seiner Biographie ("Mein Gefecht") eine Klagewelle.

"Mehrere Ex-Profis wollen, dass wir gemeinsam Schritte unternehmen", sagte der frühere Manager Jacques Hanegraaf der Tageszeitung BN De Stem. Der einstige sportliche Leiter von Jan Ullrich beim Team Bianchi wehrt sich gegen Dekkers Behauptung, er habe ihn an den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes vermittelt.

Protest von ehemaligen Kollegen 

Hanegraaf erklärte, nur für Verträge zuständig gewesen zu sein. Auch Dekkers ehemaliger Rabobank-Teamkollege Michael Boogerd kritisierte Passagen des Buches, in denen über gemeinsame Bordellbesuche, Doping und andere zweifelhafte Aktivitäten berichtet wird.

Er habe zwar tatsächlich mit den Autoren Dekker und Thijs Zonneveld gesprochen, sagte Boogerd, vor der Veröffentlichung aber nur Auszüge statt wie gewünscht das ganze Buch lesen dürfen. Auch Steven de Jongh, heute Teamleiter bei Trek-Segafredo, fühlt sich durch Dekkers Enthüllungen in seiner Privatsphäre gestört.

Pikante Geständnisse 

Die Geständnisse des 32 Jahre alten Dekker über Doping, Sex und Alkohol haben im niederländischen Profiradsport große Diskussionen ausgelöst. "Ich verstehe, dass hiermit nicht jeder glücklich sein wird. Das bin ich selbst auch nicht. Aber es ist so gewesen", sagte Dekker bei der Buchpräsentation. Sein Mitautor, der ehemalige Radprofi und Journalist Zonneveld, berichtete von Klage- und körperlicher Gewaltandrohung. "Thomas hatte Angst. So hat er in den vergangenen Tagen stets an einem anderen Ort und niemals allein übernachtet", sagte er.

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