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Am französischen Nationalfeiertag wartet ein Schmankerl auf die Fahrer. Der kurvenreiche Anstieg auf den Mont Ventoux steht an - wegen Sturmgefahr indes verkürzt.

Die 12. Etappe der 103. Tour de France bietet reichlich Stoff für Legenden: Die Strecke führt von Montpellier zum berühmt-berüchtigten Mont Ventoux, einem der vier "heiligen Berge" der Frankreich-Rundfahrt.

Wegen möglicher Sturmböen mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern wurde das Ziel kurzfristig allerdings sechs Kilometer nach unten verlegt, sechs der eigentlich 184 Kilometer langen Etappe gestrichen.

Entschärft wird somit auch der anspruchsvolle, sonst 15,7 Kilometer lange Aufstieg am Gipfel. Zuvor stehen zwei kleinere Anstiege der vierten und dritten Kategorie an.

Dennoch: Der "Kahle Riese der Provence" ist ein im Radsport geradezu mythischer Anstieg. Die tragischste Episode trug zweifelsohne der Brite Tom Simpson bei, der 1967 im Anstieg kollabierte und verstarb. Später stellte sich heraus, dass der völlig dehydrierte Weltmeister von 1965 auch Amphetamine und Alkohol im Blut hatte.

Drei Jahre später zwang der Ventoux Eddy Merckx in die Knie, 2009 ging hier Tony Martins Stern auf. Letztmals war der Ventoux 2013 Etappenziel, als Christopher Froome mit dem Sieg den Grundstein für seinen ersten Tour-Triumph legte.

Der Erfolg vor drei Jahren dürfte den Briten zusätzlich motivieren. Mit einem weiteren Erfolg würde der Träger des Gelben Trikots seinem dritten Gesamtsieg einen entscheidenden Schritt näher kommen. Zum wohl größten Gegner wird der Kolumbianer Nairo Quintana, der Froome am Ventoux schon vor drei Jahren die Stirn bot.

Der Gipfel des Ventoux, der einer Mondlandschaft gleicht, kann über drei Wege erreicht werden. Am Donnerstag wird traditionell die fordernde Südrampe über Bedoin gewählt.

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