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Nach furiosem Auftakt steuert die Tour de France den Ärmelkanal an. Die zweite Flachetappe führt auf ein steiles Finale hin - wie zuletzt 1986. SPORT1 stellt sie vor.

Dies sei kein Gelände für Sprinter, sagt Marcel Kittel, und widersprechen kann man ihm da nicht: Auch am zweiten Tag bleibt die Tour in der Normandie in Frankreichs rauem Norden, und vor allem das Finale in Cherbourg am Ärmelkanal hat es gewaltig in sich.

Womöglich lassen sogar die Favoriten im Kampf um den Gesamtsieg schon einmal die Muskeln spielen.

Nach der langen, hügeligen Anfahrt auf der Halbinsel Cotentin ist der Schlussanstieg über die Cote de La Glacerie, benannt nach einer mittlerweile zerstörten Glashütte, ein echtes Biest: Der Hügel zieht sich über mehr als drei Kilometer hin, ist in der Spitze bis zu 14 Prozent steil - wer kurz schwächelt, ist schnell abgehängt.

Spezialisten für solche knackigen Steigungen sind die Spanier Alejandro Valverde (Movistar) und Joaquim Rodriguez (Katjuscha).

Saint-Lô, wo das riesige Pressezentrum der ersten Tour-Tage beheimatet ist, feiert seine Premiere als Etappenort. Die Geschichte des 20.000-Einwohner-Städtchens geht bis in das 1. Jahrhundert vor Christus zurück, im Zweiten Weltkrieg wurde Saint-Lô nahezu völlig zerstört und als "Hauptstadt der Ruinen" bezeichnet.

Immerhin zum vierten Mal ist Cherbourg, das vor allem durch seinen Hafen von Bedeutung ist, Etappen-Gastgeber. Bei der bislang einzigen Ankunft siegte 1986 der Italiener Guido Bontempi.

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