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Die Grand Depart der Tour de France ist dieses Jahr in Düsseldorf © Getty Images

Düsseldorf will den Zuschauern beim Start der Tour de France ein "Maximum an Sicherheit" bieten. LKWs werden in der Innenstadt verboten sein.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sieht die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt trotz der verschärften Bedrohungslage sicherheitstechnisch bestens auf den Grand Départ der Tour de France im Sommer vorbereitet.

"Jeder kann das Ereignis unbeschwert genießen, ohne Angst haben zu müssen", sagte Geisel am Dienstag in Köln.

Man werde sicherstellen, dass "ein Maximum an Sicherheit gewährleistet ist", so Geisel. Dies erfordere einen hohen Aufwand, den man aber sehr gerne auf sich nehme: "Es wäre schrecklich, wenn wir aus Angst vor Terror in Deutschland davon absehen würden, solche Ereignisse zu organisieren."

Innenstadt für LKW gesperrt

In der Vorwoche hatte der Bombenanschlag auf den Bus von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund die allgegenwärtige Gefahrenlage rund um öffentliche Veranstaltungen schmerzlich offenbart. Düsseldorf wappnet sich mit verschiedenen Maßnahmen gegen möglich Angriffe.

Während des Auftaktzeitfahrens am 1. Juli sowie auf der zweiten Etappe am Folgetag wird die Innenstadt für LKW gesperrt sein, eine erhöhte Polizeipräsenz soll zudem auch subjektiv für mehr Sicherheit sorgen. "Man wird alle geeigneten Maßnahmen ergreifen", sagte Geisel, der auf Düsseldorfs Erfahrung mit Großereignissen verwies (Rosenmontagszug, Japan-Tag).

Erstmals seit 30 Jahren ein Grand Depart in Deutschland

Wirtschaftlich glaubt Geisel an einen großen Nutzen des Tour-Starts für die Rheinmetropole. Kosten von knapp 13 Millionen Euro stünden Sponsoreneinnahmen von knapp acht Millionen Euro entgegen.

Die Kosten bezeichnete Geisel mit Blick auf den Medien- und Werbewert der Veranstaltung sowie den zu erwartenden Besucherstrom als "ausgesprochen gut investiertes Geld".

Erstmals seit 30 Jahren findet am 1. Juli 2017 wieder ein Grand Départ in Deutschland statt, beim 13 km langen Einzelzeitfahren hat Weltmeister Tony Martin gute Chancen auf das Gelbe Trikot. Auch die zweite Etappe startet in Düsseldorf, anschließend führt der Kurs nach Belgien, wo der Tagesabschnitt in Lüttich endet.

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