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Cate Campbell gewann an der Seite von Alicia Coutts, Brittany Elmslie und Emily Seebohm 2012 die Goldmedaille
Cate Campbell gewann an der Seite von Alicia Coutts, Brittany Elmslie und Emily Seebohm 2012 die Goldmedaille © Getty Images

Cate Campbell schwimmt bei den australischen Kurzbahn-Meisterschaften "en passant" zu einem neuen Weltrekord. Das eigentlich Rennen beendet sie allerdings als Letzte.

Cate Campbell wurde 2012 mit der 4x100m-Freistil-Staffel Olympiasiegerin. Dass die Australierin schnell schwimmen kann, ist also keine Neuigkeit.

Bei den australischen Kurzbahn-Meisterschaften in Sydney knackte die 23-Jährige allerdings den Weltrekord über 100 Meter Freistil - und das im Rennen über 200 Meter. Das Rennen selbst beendete sie am Ende jedoch als Letzte.

Aufklärung gefällig?

Für ihre ersten vier 25-Meter-Bahnen benötigte Campbell nur 50,91 Sekunden - damit blieb sie 0,19 Sekunden unter der alten Bestmarke von Landsfrau Libby Trickett. Auf der zweiten Hälfte des Rennens ließ es Campbell quasi austrudeln und brauchte 87 Sekunden, sodass alle Konkurrentinnen vorbeiziehen konnte.

Gut für Campbell: Der Rekord ist, obwohl er innerhalb eines anderen Wettkampfes stattfand, sogar gültig. Denn laut Regel SW 12.13 des Weltverbandes FINA ist ein Rekord auf einer Teilstrecke dann möglich, wenn der Athlet seinen Rekordversuch vorher anmeldet.

Und das hatte Campbell, die zuvor über die 100 Meter Freistil ihren ursprünglichen Rekordversuch verpasst hatte, getan. Erst über die Hälfte der doppelten Distanz nahm sie die Bestmarke dann im zweiten Versuch.

"Ich kann's gar nicht glauben", sagte Campbell, die im Ziel fertig, aber glücklich war: "Das ist einmalig: Weltrekord schwimmen und Letzter werden."

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