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Steffen Deibler
Im letzten Anlauf hat sich Steffen Deibler für Olympia qualifiziert © Getty Images

Der Olympiavierte Steffen Deibler und der frühere WM-Dritte Christian vom Lehn haben sich auf den letzten Drücker doch noch für Olympia in Rio de Janeiro qualifiziert. Die beiden Schwimmer sicherten sich bei den German Open in Berlin jeweils einen Staffelplatz und lösten damit durch die Hintertür ihr Rio-Ticket.

Der Hamburger Deibler schlug im Finale über 100 m Freistil in 48,33 Sekunden als Erster an und ist damit als Zeitschnellster in dieser Saison für die 4x100-m-Freistilstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gesetzt. Vom Lehn gewann über 100 m Brust das Duell gegen seinen Essener Teamkollegen Hendrik Feldwehr und ist damit als Brustschwimmer für die DSV-Lagenstaffel bei Olympia vorgesehen.

"Ich wusste, dass hier hier liefern musste, sonst wäre ich nicht nach Rio mitgefahren", sagte Deibler erleichtert. Im Vorlauf war der 28-Jährige sogar nur um drei Hundertstelsekunden am deutschen Rekord von Marco di Carli (48,24) vorbeigeschwommen. Auch vom Lehn war mehr als zufrieden: "Ich bin ganz entspannt an die Sache herangegangen, viel zu verlieren hatte ich ja nicht mehr." Der 200-m-Spezialist freute sich vor allem über seinen starken Vorlauf mit einer Zeit von 59,87 Sekunden. "Das war ein geiles Rennen", sagte der 24-Jährige. Das Finale gewann er in 1:00,01 Minuten.

Auch Einzelstarts sind möglich

Auch Einzelstarts von Deibler und vom Lehn sind nun wieder möglich, obwohl sie sich bei der DM Anfang Mai nicht für die Einzelstrecken qualifiziert hatten. Die Entscheidung über die Einzelstarts trifft die sportliche Leitung des DSV erst unmittelbar vor Olympia-Start.

Christian Diener und Philip Heintz haben sich dagegen direkt über ihre Einzelstrecken für Rio qualifiziert. Der Potsdamer Diener, Silbermedaillengewinner der Heim-EM 2014, unterbot im Finale über 200 m Rücken in 1:57,77 Minuten klar die Endlaufnorm. "Ich bin stolz und hoffe, dass Olympia jetzt geil wird", sagte Diener: "Nur dabei sein finde ich aber langweilig. Mal sehen, wie weit mit der olympische Geist trägt."

Auch der frühere Vizeeuropameister Heintz (Heidelberg) hatte über 200 m Lagen in 1:59,79 Minuten mit der geforderten Finalzeit keine Probleme. Den schwierigeren ersten Teil hatten Diener und Heintz bereits bei der DM erfolgreich gemeistert.

Auf eine Ausnahmeregelung muss dagegen die Berlinerin Lisa Graf hoffen. Die deutsche Meisterin musste wegen eines Infekts auf einen Start über 200 m Rücken verzichten. Graf hatte aber sowohl die Erstnorm bei der DM als auch die Zweitnorm bei der Mare Nostrum Tour im Juni erfüllt. Als offiziellen Wettkampf zum Erreichen der Zweitnorm hatte die Athletin jedoch die German Open angegeben.

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